altemaelze

Grey To White

Mortimer

Audiodramapop trifft’s auf den Punkt! Eine unglaublich positive Musik!

Es gibt Künstler, die nicht viele Worte um sich und ihr Werk machen, frei nach dem Motto „Shut up and listen!“. Sucht man bei MORTIMER nach Referenzen findet man: Keinen Eintrag auf Discogs.com, eine Website, die ein Bild enthält – ausschließlich, eine Facebook-Page, sowie – most important – eine Bandcamp-Seite mit drei Releases, die schon alleine durch ihr durchgängig-ungewöhnliches Artwork auffallen. MORTIMER aus Regensburg möchte im Mindset des Hörers eigene Soundtracks erschaffen, mit seiner Musik als Auslöser. Begrifflich ordnet er seinen Sound unter „Audiodramapop“ ein, und dieses ganz persönliche Genre beinhaltet Fusion-Elemente, Shoegaze-Einflüsse und massiven Synth-Einsatz. Nach dem Album „Polygreen“ (2013) vergingen neun Jahre bis zur 1-Track Vorabsingle „Sparks And Cinder“ und zum brandneuen Full-Length-Album „Grey To White“. Bis auf einen Fender Bass wurde hier ausschließlich Elektronik verwendet – aber wie organisch kommt das rüber! Ein beständiger Flow trägt die eingängigen und dennoch unverwechselbaren Melodiesequenzen weiter, Field Recordings werden unspektakulär und passend eingesetzt, Rhythmuswechsel heisst nicht gleich Tempowechsel, aber es bleibt alles im Fluß… der Begriff Audiodramapop trifft’s auf den Punkt. Eine unglaublich positive Musik, die aber nicht im Geringsten mit Positivismus verwechselt werden darf. Gerade wer bei Genre-Bezeichnungen wie Fusion innerlich zurückzuckt sollte hier wirklich einen Versuch wagen: Es lohnt sich. Der Rezensent ist hin und weg und erklärt „Grey To White“ schlichtweg zum bisherigen Lieblingsrelease dieses Jahres. „Let MORTIMER’s audio drama pop… flow over you!“ – you won’t regret it! (Bandcamp/Self-released) TheRealPal

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal