altemaelze

Road to Perdition

Keops

Eine musikalisch schön durchmischte Platte, die Lust auf mehr macht!

Das man auch in anderen Ländern tollen Metal spielen und international konkurrenzfähig produzieren kann beweisen die Kroaten Keops mit ihrem in der Heimat aufgenommenen dritten CD “Road to Perdition”, die gleichzeitig ihr englischsprachiges Debüt darstellt. Sänger Zvonimir glänzt auf den zehn Songs (plus Intro) mit einer wandlungsfähigen Drei-Oktavenstimme, die mal hoch, mal heftig shouten oder auch mal zart alles singen kann. Die Gitarren braten schön vor sich hin, beherrschen aber auch die feine Klinge bei den Soli oder mal das tiefergestimmte Riffen, während die stabile Rhythmusfraktion schön anschiebt. Alles toll, fett und sehr transparent produziert, erinnert die Musik an Myrath aus Tunesien (die mit viel Orchestrierung verfeinerten “Keops” und “Rise again” die zudem sehr melodische Refrains verpasst bekommen haben), Primal Fear bzw. Judas Priest (der Titelsong mit dem Ralf Scheepers Gedächtnisgesang undebenfalls sehr einfallsreich arrangierten Keyboard- und Orchesterparts, coolem Refrain und tollem Gitarrensolo). Den Gegenpol und Wendepunkt des Albums bildet die wunderbare Ballade “Restless Waves” mit Akustikgitarren und ruhigem moderaten Gesang. Ab hier tendiert die Musik dann eher Richtung Flotsam & Jetsam, Agent Steel und beim Abschlusssong “Cause of You” sogar Iron Maiden in härter. Das alles perfekt gespielt und gesungen. Man meint z.B. Eric A.K. am Gesang zu hören und beim mit viel Double Bass Drums arbeitenden “When I remember” meint man im Refrain sogar Dio rauszuhören. Eine musikalisch schön durchmischte Platte, die Lust auf mehr macht und von mir mal sechs Sterne bekommt. Sollte man haben. (NoCut/SPV) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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