altemaelze

King Of The Badlands

Manic Sinners

In Summe ergibt das ein schönes Debüt dieser Band aus Rumänien.

Mit der rumänischen Band Manic Sinners betritt die nächste Band oder Projekt das musikalische Rampenlicht beim italienischen Plattenlabel. Gegründet von in Rumänien sehr bekannten Musikern, bieten sie auf „King of the Badlands“ eine tolle Mischung aus Heavy Metal, Hard Rock und etwas AOR an. Vom ersten Ton weg hört man schon mal raus, dass es sich hier um eine Frontiers Rec.-Scheibe handelt, humpelt doch das Schlagzeug wie so oft gerne vor sich hin. Man sollte hier dann aber berücksichtigen, dass Adrian Igrisan eigentlich Gitarrist und Sänger der in Rumänien sehr bekannten Rock Band Cargo ist.  Und auch der Sound an sich lässt doch zumindest für mich einiges zu wünschen übrig, was dazu führt, dass einige Feinheiten im Mix ziemlich untergehen, wie das feine Keyboard beim Titelsong oder auch mal die Leadvocals beim Einstieg von „Drifters Union“, wenn der Chorgesang hier lauter ist. Nicht so schlimm wie die frühen Alben von Ten, aber dennoch… Das tut dem Hörspass aber schlussendlich keinen Abbruch wenn man sich daran gewöhnt hat. Sänger Ovidiu Anton erinnert mich mit seiner tiefen Stimme ja sehr an Ben Zucker, falls den hier ein Leser kennt, und ist jetzt nicht so wandelbar, aber er passt hier wie die Faust aufs Auge zu den Songs, die sich in der Majorität anhören wie Pretty Maids Ende der 80er Jahre bzw. ab 2010. Der „Star“ des Trios ist hier aber eindeutig Gitarrist Toni Dijmarescu, der mit seinen exquisiten Soli immer wieder für Begeisterungsstürme beim Hörer sorgte und bei den beiden Instrumentals „Out for Blood“ und „Crimson Queen“ zeigen darf, dass er auch mit einem Ausnahmekönner wie Joe Satriani mithalten kam. Vor allem ersterer könnte auf einem Album von Satch stehen und hier eine gute Figur abgeben. Dass die Band dann musikalisch auch anders kann hört man beim balladesk-poppigen und mit reichlich AOR angereicherten „Anastasia“, vor allem der Refrain ist Zucker pur, bzw. dem leicht sleazigen 80er Jahre Sunset Strip-Song „Carousel“ mit Kissin‘ Dynamite-Anleihen. Und natürlich darf auch die Lagerfeuerballade nicht fehlen. Die nennt sich hier „Ball and Chain“, ist leicht bluesig angehaucht, hat neben Drums und Bass nur akustische Gitarren bzw. Gitarrensolo und erinnert total an eine Mischung aus White Lion, Europe und Whitesnake. „Under the Gun“ wiederum ist der Progressive Metal Song auf der CD und hier meint man glatt einen Queensryche Song der Operation Mindcrime-Phase zu vernehmen, während „ A Million Miles“ der Bon Jovi der Scheibe ist, als dieser noch singen konnte, Oh Oh Oh Chorgesänge inklusive. In Summe ergibt das ein schönes Debüt, das mir fünfeinhalb Sterne wert ist und das ich mir dann dank YouTube auch schon gekauft habe. Wenn die Produktion beim nächsten Mal besser ist, gibt es sicher noch einen halben Stern oben drauf. (Frontiers Music) HJH *****/*

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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