altemaelze

Here be Monsters

Ten

Tolles Melodic Hard Rock Album – die Band weicht hier keinen Millimeter von der seit 1996 mit „X“ begonnen Formel “beseelter, hochmelodischer Gesang, fette Gitarren und Soli, einschmeichelnde Keyboards und keltische bzw. irische Einflüsse in dem Songs” ab.

Mit ihrem bereits 15. Studioalbum „Here be Monsters“ veröffentlichten die Briten Ten ein weiteres tolles Melodic Hard Rock Album. Man weicht hier keinen Millimeter von der seit 1996 mit „X“ begonnen Formel beseelter, hochmelodischer Gesang, fette Gitarren und Soli, einschmeichelnde Keyboards und keltische bzw. irische Einflüsse in Songs, die auch gerne mal die 8 Minutenmarke ankratzen ohne langweilig zu werden, ab. Im Vergleich zum vier Jahre früheren Vorgänger „Illuminati“ scheint mir der „Härtegrad“ vor allem in der ersten Hälfte der CD etwas höher zu sein. Vor allem „Chapter & Verse“ mit seinen zwei Soli sowie coolen Keyboardpassagen sticht hier raus. Bei „Strangers On A Distant Shore“ wird es gar Uriah Heep mäßig, wenn man sich die hier nach Hammondorgel klingenden Keyboards vor die Ohren führt. Während einen die leicht balladesk beginnenden „Hurricane“ bzw. „The Miracle of Life“ glatt auf ein falsche Fährte locken, regieren dann auch hier die Gitarren und brillieren mit zwei schön langen Soli. Kein Wunder hat man doch gleich zwei Leadgitarristen in ihren Reihen, die sich dank des 3. nur Rhythmusgitarristen, hier voll auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können. Dass man auch 80er Jahre AOR kann hört man sehr gut beim mit recht poppigen Refrains versehenen „Immaculate Friends“ raus, das auch Survivor bzw. Jim Peterik zur Ehre gereichen würde.  Zwei Songs aus der zweiten Hälfte ragen meiner Meinung heraus, auch wenn das komplette Songmaterial an sich durchgehend hochklassig ist: Das an eine Mischung aus FM ,Phil Collins, Beatles und ebenfalls Survivor erinnernde „Anything you want“ sowie die wunderschöne Ballade „The longest Time“ wo sich ein schön reduziertes und danach fett rockendes Gitarrensoli die Hand reichen und total an Dare, Magnum und auch Thin Lizzy erinnern. Leichte Abstriche muss man in der B-Note machen, ist mir doch das Schlagzeug ab und zu etwas zu klöppelig/humpelig und auch im Mix etwas dumpf, wobei die Rhythmusfraktion ansonsten technisch sehr gut agiert. Da liegt der Focus mehr auf der Stimme, wurde die Produktion natürlich wieder von Gary Hughes selbst in die Hand genommen. Ansonsten hier kein Vergleich zu den Frühwerken, die sich wirklich grausig anhörten. Somit von meiner Seite mit 6,5 Sternen für die fast 60 Minuten lange Scheibe nicht ganz die Höchstnote. Die heben wir uns dann mal für das ebenfalls noch heuer erscheinende zweite Album aus dieser Songwriting Session auf. (Frontiers) HJH

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