altemaelze

The Garden

Basia Bulat

Folkpop, der abwechslungsreich emotional ist und dessen Größe sich oft erst auf den zweiten Blick offenbar!

Lange wusste Frau Bulat nicht in welchem Genre sie sich zuhause fühlt, so dass sie mal in Rock-Bands spielte oder sich am Jazz-Bass ausprobierte, bis sie mit ihrer Akustik-Gitarre das klassische Songwriting für sich entdeckte, das sie mit ihren bis dato fünf Alben konstant weiterentwickelt. Die begabte Multi-Instrumentalistin spielt Harfe, Gitarre, Klavier, Orgel, Pianoette, Banjo, Ukulele, Autoharp, Bass und diverse Perkussionsinstrumente. Achja, und singen kann sie auch noch. Basia hat polnische Vorfahren und zählt sich selbst zum Mitglied der polnischen Community in Kanada, ihre Mutter war selbst Musiklehrerin und hat ihr das Klavier und Gitarre beigebracht. Wenn man den wundervollen Song „In The Name of“ in der „The Garden Version“ hört, fragt man sich vielleicht: „Ist das noch Folk oder ist das schon Neo-Klassik?“. Aber sind die Kategorisierungs-Versuche nicht eigentlich völlig schnuppe? Wie die Streicher darin erst diese Spannung aufbauen, geradezu nervös an den Tönen sägen, bis dann Basia mit ihrer ausdrucksstarken Stimme gegen dieses Flirren ansingt und den Song erdet – das hat einfach Klasse. Die in Montreal lebende Folksängerin Basia Bulat hat schon oft Konzerte gespielt, bei denen sie ihr sonst typisches Gitarre-Bass-Schlagzeug-Set-up mit einem Streicher-Ensemble bereicherte. Was immer sehr spektakulär ausfiel, denn Bulats kraftvolles Organ verträgt sich blendend mit Streichinstrumenten. Da kann man schon mal dahin schmelzen. Klar, das ist nichts für Indie-Fans, die vor allem auf verzerrte E-Gitarren bzw. Garagensound stehen. Macht nix. (Secret City Records/Rough Trade) HuGe

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