altemaelze

Sacred Arts Of Navigation

Sunrunner

Dieses Album hat als kleinsten gemeinsamen Nenner Iron Maiden als Fixpunkt!

Die seit 2008 aktive US Band Sunrunner veröffentlichte kürzlich mit „Sacred Arts Of Navigation“ ihr bereits fünftes Album und ging bis dato spurlos an mir vorbei. Das liegt vermutlich dann auch daran, dass es das erste Album auf einer größeren Plattenfirma ist mit Fastball Music ist. Das mit fast 57 Minuten recht lange Album punktet schon mal mit einer bis auf einen Song („Promise of Gold“ war wohl noch zum „Eingrooven“ nötig) sehr guten Produktion, wo die Band komplett alles live zusammen im Studio aufgenommen wurde, und in den kompetenten Händen vor Macus Jidell lag, der als Musiker unter anderem bei Avatarium aktiv ist. Die neun Songs (plus ein Intro und gleich zwei Instrumentals) haben als kleinsten gemeinsamen Nenner Iron Maiden als Fixpunkt – sei es beim Bass, aber auch bei den schön gedoppelten Gitarrensoli und manch musikalischer Wendung. Gleich der bereits erwähnte Einstieg erinnert an Maiden zu Zeiten der 80er Jahre, außer beim Gesang natürlich. Der Brasilianer Brunno Neves schlägt sich aber in allen Stimmfärbungen sehr achtbar. Auf dem Album ist dann auch für jeden etwas geboten. Der Doomfan (also eher der Sorte Trouble trifft auf Black Sabbath) erfreut sich an „Faraway Worlds“. Iron Maiden schimmern bei „Invisible Demon of Ideology“ durch, „Where is my Home” bietet schöne Keyboard- und Akustikpassagen, während die beiden Instrumentals wahlweise den Flamenco trifft auf Paco Delucia-Fan glücklich machen (das fast nur aus Akustikgitarren bestehende „Acadia Morning Ride“) oder UFO trifft auf MSG mit tollen Schenker-Soli beim flotten 70er Jahre Rocker „Dragonship“. Der Akustikballadenliebhaber wird beim wirklich fein und zart gesungenen „Last Night in Tulum“ schön bedient (manch einer würde es auch langweilig nennen) und dass man auch richtig schönen Power Metal á la Riot der 80er Jahre kann, beweist die Band mit dem mit klasse Twin Guitar-Soli veredelten „No mess, no magic“. Das Highlight folgt dann ganz zum Schluss mit dem Zwölf-Minüter „Navigating the Apocalypse“, der sich durch alle Stile in bester Progressive Metal Manier pflügt, angefangen bei einem Crosby, Stills, Nash and Young artigem folkigem Intro, über Iron Maiden mit dickem Bass weiter zu Thin Lizzy über Helloween zurück zu C,S,N &Y. Wirklich Hammer und das ganz ohne den klassischen Refrain. Dafür hat der Song und das ganze Album wirklich wunderbare Chorgesänge von drei der vier Bandmitglieder zu bieten. Das Cover ist nun ja schon etwas schräg, aber die Musik ist was zählt. Und die verdient sich die sechs Sterne redlich. Die 57 Mnuten wurden nie langweilig und vergingen fast wie im Flug. Der Interessierte kann die Band aber sicherheitshalber vorher noch bei YouTube im bandeigenen Channel abchecken.  (FastBall) HJH ******

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