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Hail To The Heroes

Girish To The Chronicles

Ein Album, das von vorne bis hinten Spaß macht und dessen deutliche Einflüsse das Hörvergnügen absolut nicht trüben

Die 80er haben angerufen…! Girish and The Chronicles heißt diese Metalband aus Gangtok, Sikkim in Indien, die sich 2008 gegründet hat. Getreu dem Motto des Titels der neuen Scheibe erhält der geneigte Hörer hier eine satte Portion Oldschool und 80s Metal auf die Ohren, weswegen davon ausgegangen werden kann, dass Girish To The Chronicles große Fans vertonten Haarsprays sein dürften. Die Songs auf „Hail To The Heroes“ katapultieren einen schlagartig zurück in die güldene Ära des Exzesses (obwohl die Autorin dieses Textes jene Blüte lediglich aus Erzählungen, Büchern und Filmen kennt), auf den Sunset Strip in der Stadt der gefallenen Engel. Sofort bahnt sich ein ununterdrückbarer Bewegungsdrang in den Nacken und zwingt einen dazu, die lange Mähne im Takt zu schütteln und die Fäuste heroisch durch die Luft zu schwingen. Der auf dem Opener „Primeval Desire“ perfekt durchexerzierte Skid-Row-Vibe zieht sich durch das gesamte Album – trotzig, rotzig und energetisch. Hier und da wird die „Slave-To-The-Grind“-Atmosphäre durch weitere Einflüsse erweitert: Mal denkt man in den Chören und Harmoniegesängen an Def Leppard, dann wieder nimmt der Sänger eine Myles-Kennedy-Stimmfärbung an, um im Song darauf Richtung Aggressionspotential von Pantera umzuschwenken und dann später doch eher an Steelheart zu erinnern. Ein Werk, das von vorne bis hinten Spaß macht und dessen deutliche Einflüsse das Hörvergnügen absolut nicht trüben. (Frontiers Records) Schackl

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal