altemaelze

The war to end all wars

Sabaton

Eingängiger Power Metal im Stil von Hammerfall mit noch etwas mehr Keyboards!

Drei Jahre nach dem letzten Album „The Art of War“ veröffentlichen Sabaton nun mit „The War to end all Wars” eine Art Fortsetzung der Geschehnisse im 1. Weltkrieg. Eins vorweg: Wer die Band vorher schon nicht mochte, wird auch hier eher nichts finden, was ihm gefallen könnte. Kriegslyrik, auch wenn sie (wohl) historisch verbürgt ist, ist nicht jedermanns Sache, auch wenn hier nichts verherrlicht oder gutgeheißen wird. Die Produktion von Jonas Kjellgren ist fett, die Musik eingängiger Power Metal im Stil von Hammerfall mit noch etwas mehr Keyboards. Technisch kann man der Band nix vorwerfen, denn vor allem die Gitarrensoli sind richtig klasse. Auch die Rhythmusfraktion versteht ihr Handwerk. Nur der Gesang von Joakim Broden, dramatisch und mit Ivan Rebroff-Timbre und leider nicht wirklich gut, ist in Verbindung mit den Kosakenchorgesängen schon arg gewöhnungsbedürftig. Die Songs des Albums schippern mehr oder weniger somit in gewohnten Gewässern. Herausragend für mich ist hier der Song „Lady of  the Dark“ wo die Soli besonders gut geraten sind. Etwas aus dem Rahmen fallen der ‚Disco 80er AOR meets Ghost‘-Song „Soldier of Heaven“ (ich find den gut, da mal etwas anderes) und das balladeske „Christmas Truce“, der wie eine Mischung aus Savatage („Gutter Ballet“) und Trans Siberian Orchestra daherkommt. Die restlichen zwei Songs (elf sind insgesamt enthalten) fungieren als Einleitung und Abschluss der Geschichte und kommen ohne Leadgesang aus. Stattdessen erzählt eine weibliche Stimme wie es zum Krieg kam („Sarajevo“) bzw. wie er endete („Versailles“) untermalt von flottem Metal mit Chorgesang. Alles in allem eine kurzweilige dreiviertel Stunde, die von mir knappe fünf Sterne bekommt. Ob ich es mir nochmal auflegen werde weiß ich noch nicht. Der (nicht)Gesang zieht es doch schon etwas runter. (Nuclear Blast) HJH

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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