altemaelze

Light of  night

Askara

Wer ein Faible für eine Mischung aus Paradise Lost, Within Temptation, Epica und After Forever hat, der kann hier zugreifen!

Die Schweizer Band Askara veröffentlicht Mitte April mit “Lights of Night” ihre zweite CD. Das hervorragend produzierte und richtig gut gespielte Album schippert nicht, wie im Pressetext geschrieben, im Melodic Dark Metal-Gewässern, sondern bietet eher Symphonic Metal mit leichten Death Metal-Einflüssen. Dies ist vor allem den Growls des Bassisten Elia geschuldet. Leider ist er zwar ein toller Bassist, den man auch aus dem Mix gut heraushört, aber die sehr unflexiblen Growls, die sich eher wie eine Toilettenspülung anhören, sind eindeutig der Schwachpunkt dieser Scheibe. Einen Glen Benton oder George “Corpsegrinder” kann er nicht das Wasser reichen und verleidet zumindest mir ein Stück weit den Hörgenuss der neun Songs plus Intro und Interludium. Auf der Habenseite wäre die richtig schöne Stimme von Sängerin Miril zu nennen, die zum Glück immer in normen Tonregionen bleibt und bei der keine Gläser zerspringen. Zudem spielt sie famos Klavier und stellt das auch in allen Songs teilweise im Hintergrund, teilweise prägnant zur Schau. Somit sind es dann vor allem die ruhigeren, balladesken Songs, die am meisten Eindruck bei mir hinterlassen haben. So das mit neun Minuten längste Stück “To Alisa Rock”, wo die Growls nicht stören, mit seinem Geigenschluss, die wunderschöne Piano-Streicher-Geige-Ballade “Hibernation” sowie das ebenfalls mit Geige angereicherte “Seven Years”, welches dann auch der einzige Song mit einem Gitarrensolo darstellt, und zwar einem richtig guten. Der Rest ist dann ganz ok, aber eben nicht so mein Fall. Wer ein Faible für eine Mischung aus Paradise Lost, Within Temptation, Epica und After Forever hat, der greift hier dennoch zu. Von meiner Seite gibt es mal viereinhalb Sterne mit Tendenz nach oben, wenn es mehr Soli und auch bessere männliche Vocals gibt. Kann man haben, muss man aber nicht. (Fastball Music) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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