altemaelze

Soma Sema

Stengah

Musikalisch bietet die Scheibe eine Mischung aus Death Metal, Djent, Post Metal, brutal Technical Prog Metal und ab und zu zarten, akustischen Passagen als kleinen Ruhepol.

Die französische Metal Band Stengah veröffenlicht Mitte März ihr Debüt Album „Soma Sema“. Auffallend beim ersten Hören ist die unwahrscheinlich transparente und druckvolle Produktion, die alle Instrumente perfekt zur Geltung kommen lässt: Den fetten Bass, die extrem tiefer gestimmten Gitarren und das Schlagzeug, das gerne mal in Hochgeschwindigkeit unterwegs ist. Der Gesang deckt das volle Spektrum von Death Metal Grunts, hysterischem Schreien, aber auch guten Klargesang ab und wird gerne mal unterfüttert mit Mönchschorartigen Backing Vocals. Das alles dann gerne mal in einem Song, so dass zumindest gesanglich schon mal jeder Musikfan etwas für sich entdecken kann. Musikalisch bietet die Scheibe eine Mischung aus Death Metal, Djent, Post Metal, brutal Technical Prog Metal und ab und zu zarten, akustischen Passagen als kleinen Ruhepol. Haupteinflüsse der Band dürften meiner Meinung nach Acts wie Meshuggah, Gojira, Cult of Luna, frühe Voivod aber auch Tool sein. Die CD (Intro und neun Songs) ist jedenfalls sehr anstregend zu hören und so gar nicht meine Baustelle, kann ich doch außer mit Voivod nichts mit den erwähnten Bands anfangen. Für mich erschwerend kommt das völlige Fehlen von Gitarrensoli noch dazu, obwohl hier zwei Gitarristen an Bord sind. Die Gitarrenarbeit beschränkt sich aber hier auf tonnenschwere Riffs was das Ganze auch etwas eintönig macht. Technisch ist das aber alles auf höchsten Niveau und zumindest „Message in Memories” hat mir dann doch sehr gut gefallen. Auch der Saxofonpart in „The Overman” kam sehr überraschend und hebt diesen Song heraus. Dennoch bleibt für mich ein Album, das ich mir sicher weder kaufen noch ein zweites Mal auflegen werde. Die avisierte Zielgruppe findet hier sicherlich mehr Gefallen daran und addiert seine Punkte auf meine vier Sterne drauf. Alle anderen checken vorab sicherheitshalber den Song “He and the Sea” auf YouTube. (Mascot Records) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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