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Ikarus

Nichts für melodieverliebte Mainstream-Listener. Hier gibt es exotisch-bunte Klanglandschaften zu entdecken!

Ungewöhnlich, ein Drummer als Bandleader. Schlagzeuger Ramón Oliveras – Komponist und Leader der Band – verspürte früh eine starke Vorliebe für musikalische Einflüsse unterschiedlicher Art und nennt z.B. Bartók, Meshuggah, Flying Lotus und Craig Taborn in einem Atemzug als seine Vorbilder bzw. Inspirationen. Zusammen mit Stefanie Suhner (Vocals), Andreas Lareida (Vocals), Lucca Fries (Piano) und Mo Meyer (Bass) erschafft die Band fremdartige polyrythmische Soundgebilde. Die Schweizer verstehen sich als musikalische Einheit, in dem auch die Stimmen ohne Worte als Instrumente und Klangfarben eingesetzt werden. Hier findet man zweistimmigen Gesang und eine Rhythmusgruppe, die groovend mit ausgefallenen Taktarten experimentiert. Zu den Einflüssen der Musik sagt Oliveras: „Bartók trifft auf James Blake, Arvo Pärt auf Eivind Aarset. Wir nennen das Resultat Contemporary Evocation Music.“ Dieses ausgefallene Amalgam ist interessant und zweifellos anspruchsvoll und ungewöhnlich. Klar, jazzige Elemente klingen an, jedoch diesen Sound als „Jazz“ zu bezeichnen wäre Irreführung des Lesers. Hier und da erinnert mich das ganze an die Instrumentalpassagen eines Frank Zappa, jedoch mit einem Spritzer Weltmusik orientalisch verfremdet. Das ist nichts fürs Radio und nichts für melodieverliebte Mainstream-Listener. Hier gibt es exotisch-bunte Klanglandschaften zu entdecken – willkommen in diesem spannenden tönenden Abenteuer. (United Sounds) HuGe

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