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Goin‘ down with style

Tana Nile

“Sound-Report: Platten aus der Region
Mit “Sound-Report: Platten aus der Region” gibt’s seit Januar 2022 auf der er-em-online”-Homepage eine neue Rubrik, die sich Veröffentlichungen aus der Region widmet, die in den letzten Jahren erschienen sind. Einzige Voraussetzung ist, dass diese Longplayer oder CD’s schon mindestens zehn Jahre alt sind, also für heuer mindestens vor 2012 veröffentlicht wurden. Für den Februar präsentieren wir in dieser neuen Reihe das 1999er Album von Tana Nile. Und wenn’s mit dem prognostizierten Aufstieg in die Rock-Bundesliga auch nichts geworden ist  diese Band ist noch immer aktiv, hat inzwischen bereits den 40. Bandgeburtstag hinter sich. Und, obwohl inzwischen wieder geschrumpft auf die Blochberger-Brüder und Stefan Adler, sind TN seit einiger Zeit im Homestudio und arbeiten an neuen Songs. Doch hier die Kritik von 1999, damals in der RSZ erschienen.

Sie können es einfach lassen, nach dem Motto „You’re never too old to rock“, und alte Hasen im Regensburger Rockbiz sind sie – Tana Nile. Zum 20-jährigen Bandjubiläum machen sie ihren Fans ein tolles Geschenk, eine neue CD, die beweist, dass sie’s noch voll drauf haben. Die Hereinnahme von Christian Koller als Sänger hat sich als wahrer Jungbrunnen erwiesen. Diese Blutauffrischung hat ihnen gut getan, wenn man sich die 13 neuen Songs anhört, die teilweise bereits auf einer Demo-CD mit dem Titel „Lovesongs“ im letzten Jahr in der Szene kursierten. Und keine Bange, das sind keine richtigen „Lovesongs“, sanfte Balladen oder Schmuserocker. Die Vier gehen richtig zur Sache, lassen es gleich mit der ersten Nummer „Sometimes“ im typischen TN-Stil richtigen krachen. Die Band erinnert mit dieser Produktion an die besten Momente von Free oder Bad Company, aber auch Assoziationen zu den Black Crowes oder Aerosmith kommen in den Sinn. Die Riffs kommen knochentrocken, die Songs haben Groove und Koller’s Organ passt optimal zu diesen Songs, wie überhaupt bei ihm Erinnerungen an Paul Rodgers oder Frankie Miller wach werden, z.B. bei „When you smile“, einem Midtmepo-Rocker, der vom Rhythmus her seine Stones-Wurzeln nicht verleugnen kann, und die CD beendet. Unter den Songs ist kein Ausfall, die Produktion von Andreas Neubert (Lunch Production) ist exzellent und braucht keinen Vergleich mit internationalen Produktionen zu scheuen. Der Sound ist fett und dynamisch. Der Aufstieg in die Rock-Bundesliga ist damit überfällig. (Balance Music) no.men