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Landslide Diary

Bandfeature – Februar 2022

Diese Band pfeift auf eine feste Genrezuordnung: Emo/Pop/Melody – hier passt alles vor dem Wort Punk!

Zwischen Regensburg und München liegt Abensberg, und das 2020 gegründete Quartett LANDSLIDE DIARY setzt sich aus guten und musikalisch erfahrenen Freunden zusammen, die allesamt in weiteren lokalen Bands wie THE PROSECUTION, ANTI PEEWEE, CORINORE oder SETTLE DOWN aktiv sind oder waren. Insbesondere die zahlreichen Fans der seit längerer Zeit pausierenden Ska-Punk-Heroes THE PROSECUTION waren sicher hocherfreut, endlich wieder die markante und melodische Stimme von Simon Bernhardt zu hören. Noch dabei in dieser Band sind Dennis Weichinger, Alexander Schott und Moriz Damjantschitsch. Wenn man die genannten Bands kennt ist klar, dass dieser Vierer seine Wurzeln definitiv im Punk-Bereich hat, und scheut sich aber auch nicht das Wort „Pop“ davor zu setzen. Wichtig war ihnen beim Schreiben des Albums vor allem, beim Songwriting unabhängig und kompromisslos zu bleiben: Kein Produzent, der einem sagte: „Hey Jungs, ihr müsst euch mal weiterentwickeln“ oder „singt doch mal ein bisschen cleaner“. Und das ist ihnen auf den zwölf Tracks ihres Album-Debuts „In Presence of Pages“, das im Herbst 2020 veröffentlicht wurde, auch gelungen. Der Longplayer ist vor allem von der Freundschaft der Musiker der Abensberger-Szene geprägt. Ohne die Unterstützung von vielen guten Freunden wäre es nicht möglich gewesen, dem Album die Authentizität zu geben, die man in jedem einzelnen Riff hört. So haben die Brüder Michael „Air“ und Robert „Hubi“ Hoffmann mitgeholfen, in deren Slash Zero Studio der größte Teil der Songs aufgenommen wurde. Und auch wenn die Bläser, die man von Prosecution gewohnt war, hier fehlen, so weit weg von diesem Sound ist dieser energetische Mix aus modernem US-Melodypunk, poppigen Emo-Hooks und knackiger Post-Hardcore-Rhythmik nicht. Über zwölf Songs definieren die Musiker, garniert mit zahlreichen mehrstimmigen Gesängen einen zeitgemäßen Entwurf von Gitarrenbandmusik ohne überflüssiges Beiwerk, dafür mit großer Hitdichte. „In Presence Of Pages“ ist ein tadelloses Punkrock-Debüt geworden! Und dieser Sound kommt auch bei anderen Musikerkollegen an. So meint Joshi von ZSK: „Hammer Sound. Wie eine Wundertüte aus Kid Dynamite, Four Year Strong und Sum 41. Gefällt mir außerordentlich gut.“ Und auch sonst bekam das Album gute Kritiken,  denn diese Band pfeift auf eine feste Genrezuordnung: Emo/Pop/Melody – hier passt alles vor dem Wort Punk!

Problematisch für die junge Band war nur, dass sie Corona-bedingt im Frühjahr 2021 dann nicht durchstarten konnten, sondern so gut wie kein Konzert spielen konnten. In der Zwischenzeit änderte sich auch das Line-Up – Moriz Damjantschitsch wurde durch Florian Krois an den Drums ersetzt. Im Dezember stand jetzt die erste Show in Regensburg an, doch auch dieses Konzert in der Alten Mälzerei wurde abgesagt. Mal schauen, wie sich das in 2022 entwickelt. Deshalb Fuck Corona, nehmt einfach einen zweiten Anlauf, wenn dieser Mist vorbei ist.

Mehr Infos unter: https://landslide-diary.com/home

 

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