altemaelze

Night Parade of One Hundred Demons

Earthless

Die beiden Songs (41 und 21 Minuten lang) ziehen sich teilweise endlos und fühlen sich an wie reine Jam Sessions – für Fans bzw. Freunde eher abseits der ausgelatschten Pfade!

Die amerikanische Band Earthless veröffentlich dieser Tage mit „Night Parade of One Hundred Demons“ ihr inzwischen fünftes Studioalbum. Nach einem Ausflug in Musik mit Gesang gibt es dieses Mal wieder rein instrumentales Liedgut. Das Teil ist exzellent produziert und die drei Musiker sind der Hammer an den Instrumenten. Und trotzdem packt mich das Ganze nicht wirklich. Ich mag ja gerne Instrumentales á la Steve Vai, Joe Satriani, Marty Friedman, aber auch Sky oder Jean Michel Jarre sind echt stark. Dort sind aber die Songs meistens eher kurz und nicht wie hier extrem ausufernd. Die beiden Songs (41 und 21 Minuten lang) ziehen sich teilweise endlos und fühlen sich an wie reine Jam Sessions, wo sich der Gitarrist die Finger gefühlt endlos wund soliert. Zudem braucht der zweigeteilte Titelsong ewig bis er in die Puschen kommt. Teilweise passiert zu Beginn fast sieben bzw. zehn Minuten gar nichts und man reitet gefühlt auf einem Ton die Prärie entlang.  Danach regiert hier nur noch die Gitarre, die mal Wah Wah, mal Metal und dann wieder doomige Soli aus den Saiten erklingen lässt. Wer also Freund derartigen Musik ist und mit einer schrägen Mischung aus frühen Pink Floyd, UFO auf den ersten beiden Alben (der zweite Song „Death to the red Sun” erinnert in Teilen der Gitarrenarbeit an „Flying” von der zweiten gleichnamigen UFO CD), psychedelischem Stoner Rock, Sky, Frank Zappa, Grateful Dead oder auch Neil Young klarkommt und über 60 Minuten auf Gesang verzichten kann, der findet hier sicher Gefallen daran. Mir hat hier das einmalige Anhören gereicht und ich musst feststellen, dass die 25 Minuten hin zur Arbeit und zurück sehr lang werden können mit so einer CD im Player. Eine Bewertung fällt hier nicht leicht, ist doch exzellent gespielt das Ganze. Ich vergebe hier mal neutrale vier Sterne. Der Fan bzw. Freund eher abseits der ausgelatschten Pfade legt ein paar Sterne drauf, der Rest hört mal lieber bei YouTube in die ersten Ausschnitte des Albums im offiziellen Kanal der Band rein, ob man damit klarkommt. (Nuclear Blast) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

 

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