altemaelze

Voices

Kalle Wallner

„Voices“ ist natürlich in erster Linie ein Gitarrenalbum, hält aber nicht stumpf aneinander gereihte Griffbrett-Kabinettstücke parat,

Im Bereich des Prog-Rock gehört die aus Freising stammende Band RPWL zu den ersten Adressen in der Republik. Und federführend in dieser Band sind Sänger Yogi Lang und Gitarrist Kalle Wallner, die seit Gründung der Band 1997 dabei sind. In der Zwischenzeit hat Wallner mit Blind Ego eine zweite Band, in der er etwas härteren Sounds frönt. Dazu kommen bislang noch drei Solo-Scheiben. Mit „Voices“ legt er jetzt im Februar sein viertes vor. Mit im Studio waren sein RPWL-Kollege Lang an den Keyboards, Drummer Marco Minnemann und Arno Menses sowie Camen Tannich, aka Tanyc, die jeweils auf einen der Tracks zu hören sind. Ansonsten ist „Voices“ ein reines Instrumental-Album. Sieben pragmatisch durchnummerierte Tracks hat er dafür komponiert und produziert, obwohl man Pragmatismus hier vergeblich sucht, denn die niemals überladene Opulenz ist ein fester Bestandteil seiner Musik. „Voices“ ist natürlich in erster Linie ein Gitarrenalbum, hält aber nicht stumpf aneinander gereihte Griffbrett-Kabinettstücke parat, sondern folgt einem Narrativ, einer Art undertow unter, zwischen und hinter den Stücken: sie sind ineinander verwoben und miteinander verwandt und erzählen fortlaufend eine zusammenhängende Geschichte. „Voices not words“ ist das Kernmotiv des Albums, Stimmen werden hier zu Instrumenten und umgekehrt. Der letzte Track, „Seven.Out“ schließt knapp über der elf-Minuten-Marke ab und beschließt diesen cineastisch angelegten Musikzyklus in dem die einzelnen Tracks immer in Bezug zu einander stehen. (GAOM) P.Ro

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