altemaelze

The Monster Roars

Magnum

Klar, an die Klassiker reicht es nicht heran. Wer das erwartet, wartet auch auf einen Lottogewinn, ohne den Tippschein abgegeben zu haben.

Tony Clarkin und Bob Catley feiern dieses Jahr 50 Jahre Magnum und haben auch nach all der langen Zeit immer noch einen unglaublichen Output. Somit erscheint knapp zwei Jahre nach „The Serpent Rings“ mit „The Monster Roars“ erneut ein großartiges Magnum-Album mit neuen Songs. Klar, an die Klassiker reicht es nicht heran. Wer das erwartet, wartet auch auf einen Lottogewinn, ohne den Tippschein abgegeben zu haben. Aber die beiden schaffen mit ihren Mitmusikern erneut ein Rockalbum, das viele Höhen und keine Ausfälle bietet. Herausragend ist „The Present Not The Past“, das spätestens ab dem zweiten Teil des Refrains als unauslöschbarer Ohrwurm punktet. Oder „No Steppin’ Stones“, das swingend mit Bläsern einsteigt und einen packenden Groove entwickelt. Verhalten startet dann „That Freedom Word“, bevor es richtig losrockt. Die Riffs und die Melodien von Magnum überzeugen bei jedem Song. Manchmal braucht es ein paar Durchläufe – ein Qualitätszeichen, denn trotz der Eingängigkeit verfällt die Band nie in Banalitäten, sondern hat immer wieder Ecken und Kanten. So auch bei „Can’t Buy Yourself A Heaven“, das mit einem roughen Gitarrensolo Heavyness entfaltet. Man darf nur hoffen, dass das seit 2020 angekündigte Konzert zusammen mit Gotthard im Obertraublinger Airport doch noch irgendwann unter menschlichen Bedingungen stattfinden kann. (Steamhammer/SPV) acb

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