altemaelze

Katharsis

Praying Mantis

Abwechslungsreiches Werk, das mehr Melodic Rock als Hardrock ist,

Praying Mantis sind mittlerweile seit bald 50 Jahren aktiv. Die 1973 von den Brüdern Tino und Chris Troy gegründete Band bildete zusammen mit Bands wie Iron Maiden, Def Leppard, Saxon und anderen die Speerspitze der NWOBHM-Bewegung (New Wave Of British Heavy Metal). Obwohl sie nicht die gleichen schwindelerregenden Höhen des Erfolgs wie beispielsweise Iron Maiden oder Saxon erreichten, zählte die Band dennoch zu einer er einflussreichsten Formationen der NWOBHM. Mit ihrem 1981er Debutalbum „Time Tells No Lies“ stand die Band kurz vor einem weltweiten Durchbruch, doch aufgrund vertraglicher Probleme erschien das zweite Album jedoch erst zehn Jahre später – zu einer Zeit, in der andere Klänge als ihr melodischer Hardrock-Stil britischer Prägung in der Musikwelt angesagt waren. Die Band ist über die Jahre hinweg aktiv geblieben mit wechselnden Besetzungen, nur die Troy-Brüder blieben ständig im Line-Up. Seit 2013 spielt die Band in fester Besetzung mit dem Holländer Hans in ‘T Zandt, der am Schlagzeug Platz nahm, während sein Landsmann John “Jaycee” Cuijpers den Job des Frontmanns und Sängers übernahm. Dazu ist seit 2008 Andy Burgess als zweiter Gitarrist in der Band. Im August 2015 veröffentlichten Praying Mantis ihr Album “Legacy”, das bei Fans und Kritikern gleichermaßen auf positive Resonanz stieß, 2018 erschien in unveränderter Bandbesetzung „Gravity” und jetzt folgt als zwölftes Studioalbum „Katharsis” angekündigt. Auf “Katharsis” ist die gleiche Besetzung zu hören wie auf den beiden Vorgängeralben und die Band knüpft an die klanglichen Merkmale der beiden Vorgänger-Scheiben an. Wenn Fans diese Band jetzt hören und sehen, erleben sie sowohl den Geist und die Energie der frühen 80er Jahre als auch einen Pop-lastigen Sound, der die Band in die Jetztzeit bringt. Typisch für dieses abwechslungsreiche Werk, das mehr Melodic Rock als Hardrock ist, sind Songs wie das Keyboard-lastige „Crying for the nation“ oder „Closer to heaven“. (Frontiers) P.Ro

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