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Yet

Nash Albert

„Yet“, ist ein vielseitiges Ganzes geworden, das bewusst stilistische Grenzen überschreitet.

„Yet“ ist der zweite Solo-Longplayer des georgischen Singer-Songwriters und Rockpoeten, der Nachfolger von „Rude Beggar“ aus dem Jahr 2014. Nash Albert startete seine musikalische Karriere mit der Band Salamandra in Moskau. Mit Salamandra, alles gute Freunde vom College, ging er 1991 – im Zuge der Perestroika kein großes Problem mehr – nach Amerika, um dort zu touren und sich eine Karriere aufzubauen. Doch 1996 kehrte er nach Russland zurück und wurde als Frontmann der erfolgreichen sowjetischen Alternative-Rock- und Indie-Band Blast (Blast Unit Moscow) bekannt, die vom britischen Magazin New Musical Express einst als „die Paten der russischen Alternativszene“ bezeichnet wurden. Seit 2014 widmete sich Nash allerdings seiner Solokarriere. Er lernte Ian McNabb von der Band The Icicle Works kennen. Zusammen mit McNabb und dem Produzenten Ciaron David Bell arbeitete er an seinem Solo-Album „Rude Beggar”. Nash: „Das Album kam 2015 auf den Markt. Ein Jahr später ging ich gemeinsam mit Ian auf Tournee. Wir waren inzwischen Freunde geworden und die gemeinsamen Konzerte waren für mich als Solokünstler nun eine ganz neue Erfahrung und Herausforderung”. Es dauerte noch weitere drei Jahre, bis Nash Albert zu seinen musikalischen Wurzeln zurückfand und sich die Wege mit seinen alten Bandkollegen von Salamandra wieder kreuzten. Der Kreis hatte sich geschlossen. Gemeinsam verzog man sich in die romantische als auch recht urbane Bergwelt des Kaukasus, um Songs für ein neues Soloalbum von Nash zu komponieren und zu arrangieren. Nashs Co-Autor Ric Berie gesellte sich ebenfalls zum Team, ebenso Tonkutscher Ilya Mazaev, der dann auch noch die britische Produzentenlegende Tim Palmer (der u.a. auch schon Robert Plant, Tears For Fears, Bowie’s Tin Machine, Texas und Tarja Turunen produzierte) mit ins Boot holte. Eingespielt wurden die Tracks im SVAS Studio an der imposanten Darialschlucht am Fluß Terek im Kaukasus. Musikalisch überspringen die Musiker auf “Yet” etliche Grenzen bei den elf Songs, die es schließlich auf das Album schafften, das von Engineer-Legende Bob Ludwig gemastert wurde. Es ist eine Sammlung kleiner musikalischer Kunstwerke, manche der etwas härteren Gangart (“Kill the fear”, “Lost in Jerusalem”), manche stiller und zerbrechlich (“Autumn Rain”, “Marbella”). Das Ergebnis: „Yet“, ist ein vielseitiges Ganzes geworden, das bewusst stilistische Grenzen überschreitet: „Artrock und Prog-Rock der 70er-Jahre wurden mit den Vibes von Dylan, Bowie und der psychedelischen Magical Mystery Tour der Beatles kombiniert. Die Aufführung mit der ganzen Kraft des Alternative Rock der 90er Jahre brachte ein frisches und unerwartetes Ergebnis.“ ist auf Alberts Website zu lesen. Passt! (M.I.G./375) P.Ro

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