altemaelze

Roots

Children of the Sün

70er-Jahre-Rock trifft hier auf modernen Indie.

Der Titel dieses zweiten Studioalbums dieser schwedischen Combo, die aus vier Frauen und zwei Männern besteht, ist konsequent. Denn dieses zweite Album der sechsköpfigen Gruppe ist die natürliche Weiterentwicklung ihres hochgelobten Debütalbums “Flowers” von 2019. Während der Sound verfeinert und strukturell direkter ist, leuchtet der Woodstock liebende Hippie-Spirit der Combo auch auf den 13 neuen Tracks des Albums. „Roots” wurde bei Church Bay Records in Arvika, Schweden, aufgenommen. Gemischt wurde es vom Gitarristen der Band und gemastert von Hans Olsson im Svenska Grammofon Studio. Inspiriert einerseits von Musikern aus der Classic-Rock-Ära wie Janis Joplin, andererseits von neueren Bands wie den Rival Sons, verkörpern Children of the Sün sowohl die unbeschwerten als auch die nachdenklichen Seiten der klassischen Rockmusik in diesen neuen Aufnahmen. Mit einem Retro-Sound und gefühlvollen, vielschichtigen Gesangsharmonien spiegelt “Roots” eine Reise durch das Leben auf der Suche nach sich selbst wider, mit Songs über Höhen und Tiefen, Liebe und Hass, Licht und Dunkelheit. Die Band kommentiert ihre musikalische Entwicklung so: „Auf deiner Reise durch das Leben wächst du wie ein Baum. Alles, was du gewesen bist, wer du jetzt bist und wer du werden könntest, begann einst mit deinen Wurzeln”. Und die Wurzeln dieser Band sind durchaus hörbar, bewegen sich zwischen Folk-Rock und Progrock, geprägt durch Heavy-Blues-Gitarrenarbeit. Man höre einfach mal in Stücke wie den Album-Opener „Reflections“ rein oder in „Leaves“ mit einer Mischung aus Riff und Ballade bzw. in „Blood boils hot“, das den düsteren, schwereren, langsamen Sound fortsetzt – aber immer noch sehr melodiös ist. Die vorab veröffentlichte Single „Gaslight“ ist Vintage-Rock mit einem frischem Blick, man könnte auch schreiben: 70er-Jahre-Rock trifft auf modernen Indie. (The Sign Records) P.Ro

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