altemaelze

Grateful

Elise LeGrow

Diese Frau hat genau so viel Temperament wie Herzblut und spielt gekonnt mit ihrer stimmlichen Power.

„Playing Chess“ war der Titel ihres Debuts von 2017. Damals verneigte sich die kanadische Sängerin und Songwriterin mit Coverversionen vor Soul- und Bluesgrößen wie Muddy Waters, Etta James, Bo Diddley und Chuck Berry. Jetzt legt sie mit „Grateful“ nach, und ich bin dankbar dafür – das mal gleich als Spoiler vorab – aber gehen wir ins Detail. „Playing Chess“ war definitiv „old school“, jetzt schaut Elise nicht mehr nur anerkennend in die Vergangenheit, nun kommen  auch Drum-Computer, programmierte Bläser und Synthesizer-Keyboards zum Einsatz, die dem Hörer im Zusammenspiel mit dem Vintage-Gesang á la Amy Winhouse & Co und zeitgenössisch-aktuellen Texten ein authentisches Bild ihrer subjektiven Realität vermitteln. Denn Frau LeGrow möchte modern und retro klingen, was ihr zweifellos gelungen ist. Schon der erste Song „Feel alright“ rock-soult kräftig los. Der ist auf jeden Fall tanzbar. Ähnlich der zweite Song. Song #3 „Drinking in the Day“ beginnt mit einer wunderbar schwebenden Hammondorgel, eine wunderbar süffige Ballade im Stil von Amy Winhouse. Und so geht das weiter. Diese Frau hat genau so viel Temperament wie Herzblut und spielt gekonnt mit ihrer stimmlichen Power. Sogar die programmierten Instrumente bzw. Sounds klingen angenehm natürlich, und wieder einmal befindet sich die Kanadierin in der vorderen Regie der zeitgenössischen Retro-Soul-Größen wie SHARON JONES & THE DAP KINGS oder JOSS STONE. Steht man auf dieses Genre kann ich nur sagen: Besser geht es nicht. (BMG Rights) HuGe

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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