altemaelze

Aboogie

Imarhan

Ihnen gelingt es trockene Gitarrenriffs, Pop-Melodien und panafrikanische Rhythmen mit traditioneller Tuareg Musik zu verschmelzen, um so einen ganz eigenen Sound zu erschaffen.

Imarhan wurden 2006 in Tamanrasset in Südalgerien gegründet. Ihr musikalisches Zuhause liegt im „Tishoumaren“ oder auch „Assouf“, dem Wüstenblues, dem sie seither neues Leben einhauchen. Mit zwei Alben, „Imarhan“ (2016) und „Temet“ (2018), sind sie so zu einem Sinnbild der neuen Tuareg-Generation geworden. Mit „Aboogie“ legt das Tuareg-Quintett jetzt das dritte Studioalbum vor. Das Album wurde im Aboogi Studio aufgenommen, dem ersten professionellen Aufnahmestudio in Tamanrasset, der Heimat von Imarhan. Ihr musikalische Welt basiert auf den traditionellen Klängen der Tuareg-Musik, ist aber gleichzeitig sehr individuell und offen für die vielen Stile, denen die Musiker begegnen. Ihnen gelingt es trockene Gitarrenriffs, Pop-Melodien und panafrikanische Rhythmen mit traditioneller Tuareg Musik zu verschmelzen, um so einen ganz eigenen Sound zu erschaffen. Keine andere Tuareg Band hatte bislang eine derartige Varianz in Rhythmen, Tempo und Gefühl. So haben Imarhan für diese Aufnahmen das erste Mal auch Gastmusiker eingeladen, mit dabei waren die sudanesische Sängerin Sulafa Elyas und Gruff Rhys von den Super Furry Animals sowie Abdallah Ag Alhoussenyni von Tinariwen. Die elf Songs auf dem Album schlagen eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Sie sprechen viele aktuelle Themen an, die Imarhans Gemeinschaft betreffen, von unterdrückerischen Gesetzen bis hin zu großen wirtschaftlichen Ungleichheiten. “You must be in solidarity with your people at all costs, until the end.” sagt Bandleader Iyad Moussa Ben Abderahmane aka Sadam. Hinter der federleichten, festlichen Musik auf „Aboogi verbirgt sich ein starkes Gefühl für Überzeugung und Gerechtigkeit.  „Mit sandigen Gitarrenriffs, betörenden Chören und poetischen Texten sprechen wir über die Verbundenheit mit der Natur, Unterdrückung, verlorene Jugend, aber auch und vor allem über Hoffnung und Kampf“, schreiben Imarhan zu „Aboogi“. Diese Komplexität macht Imarhans Musik so vorausschauend – Schönheit und Ruhe vermischen sich mit Streit und Herzschmerz und schaffen eine dynamische Sicht auf das Leben derjenigen, die durch mehr als ein Jahrhundert Kolonialismus und einseitige Revolutionen unterjocht wurden, aber mit wahrer Gemeinschaft, Kunst und Kultur gesegnet sind. (City Slang) P.Ro

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