altemaelze

The Tears of Hercules

Rod Stewart

Ein gut durchschnittliches Pop-Album. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

„The Tears Of Hercules“ ist nicht nur eine rührende Ballade aus der Feder von Marc Jordan, sondern auch der Titel-Track des neuen Albums von Rod Stewart. Blickt man auf die Karriere von Rod Stewart zurück, die in den 60er Jahren in den Bands „Jimmy Powell And The Five Dimensions“, „Long John Baldrys Hoochie Coochie Men“, „The Soul Agents“, „Shotgun Express“ und „Steampacket“ begann, so kann man schon in Ehrfurcht erstarren. Seine erste Single „Good Morning Little Schoolgirl“ nahm er 1964 in London auf. Weitere Stationen waren die „Jeff Beck Group“, die „Small Faces“ und die „Faces“. Danach folgten unzählige grandiose Solo-Scheiben. Nun gilt es, das 2021er Werk erfurchtslos zu beschreiben. Mit „One More Time“ beginnt das Album. Der vorwärtstreibende Song startet mit einer beseelt gezupften Akustik-Gitarre. Stewart interpretiert den Song mit gesanglich angezogener Handbremse. Die Violine von J’Anna Jacoby verleiht dem Lied etwas mehr Lebendigkeit. Richtig stark hingegen ist das Johnny-Cash-Cover „These Are My People“. Hier merkt man die Seelentiefe, mit der Stewart dem Man in Black huldigt. Sehr gelungen ist auch „Born To Boogie (A Tribute To Marc Bolan)“. Stewart nähert sich hier sehr gekonnt, geschmackvoll und authentisch dem Leadsänger der legendären Band T. Rex. Das Komponisten-Duo Rod Stewart/Emerson Swinford hat hier ganze Rock’n’Roll-Arbeit geleistet. Letztgenannter spielt hier auch eine messerscharfe E- Gitarre und einen sonoren E-Bass. Insgesamt ist diese Schallplatte, die mit bedruckter Innenhülle kommt, ein gut durchschnittliches Pop-Album. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und natürlich gibt’s das auch auf CD. (Rhino) wb

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