altemaelze

Solace

Sendecki & Spiegel

Feines Album für Jazzfans, die primär auf kleine piano-dominierte Besetzungen und nicht so auf Rockjazz bzw. Fusion stehen.

Wieder einmal haben sich die zwei äußerst profilierten Jazzmusiker, deren Wirken weit über die Grenzen Deutschlands hinaus strahlt, zu einem spannenden Gemeinschaftswerk zusammengefunden. Vladyslav Sendecki gilt als einer der kraftvollsten und kreativsten Pianisten der europäischen Jazzszene. Die SÜDDEUTSCHE lobt ihn als „Meister der Emotion, der ergreifende musikalische Virtuosität erschafft“. Den Drummer Jürgen Spiegel kennt man vom weltweit hochgeschätzten Tingvall Trio, das mittlerweile neben Till Brönner als das „Aushängeschild“ deutscher Jazzmusik im internationalen Kontext gilt. Klar, zuerst kommt der Gedanken: „Wo ist der Standbass-Player“? Klassischerweise ist die Trio-Besetzung: Piano, Bass, Drums gesetzt; plus eventuell noch ein Saxophon. Und nein, der Basser ist nicht in Quarantäne, die beiden wollten es ohne ihn schaffen. Was verblüffender Weise tatsächlich funktioniert. Hier trifft akustische Tasten-Poesie auf gefühlvolle Drummer-Dynamik, Virtuosität auf feine Zwiesprache, Freiheit auf Austausch von Emotionen. Man merkt, die beiden hören aufeinander, hören sich zu. „Solace“ setzt den Erfolg vom Vorgängeralbum „Two in the Mirror“ auf kreative Art und Weise fort. Feines Album für Jazzfans, die primär auf kleine piano-dominierte Besetzungen und nicht so auf Rockjazz bzw. Fusion stehen. (SKIP Records/Soulfood). HuGe

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