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Oslo – Mission für den Frieden

Wiederaufnahme ab 5. Januar im Theater am Bismarckplatz

Zum Neustart gibt es am 5. Januar eine Jokervorstellung für 15 Euro auf allen Plätzen!
“Oslo – Mission für den Frieden” lief am Broadway in New York und im Westend in London – im Herbst 2019 kam das Stück nach Regensburg. Der von Schauspieldirektor Klaus Kusenberg inszenierte Polit-Thriller über das visionäre Friedensabkommen von 1993 zwischen Israel und Palästina von J. T. Rogers feierte in deutschsprachiger Erstaufführung im Velodrom Premiere. Dieses Stück kommt ab 5. Januar wieder zurück auf die Bühne im Theater am Bismarckplatz.

Das neue Jahr startet im Schauspiel mit einem wahren Politthriller als Wiederaufnahme, für das sich das Theater Regensburg 2019 die deutschsprachige Erstaufführung sichern konnte. Zum Inhalt: 1993 kommt es im Garten vom Weißen Haus in Washington D.C. zu einem historischen Moment: Jitzchak Rabin und Jassir Arafat schütteln sich die Hände, zwischen ihnen ein lächelnder Bill Clinton; dann unterschreiben sie gemeinsam die „Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung“, allgemein auch unter „Oslo I“ bekannt. Der Name der norwegischen Hauptstadt kommt nicht von ungefähr und verweist auf eine unglaubliche Geschichte der Diplomatie. Während die Gespräche zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation – kurz PLO genannt – in Washington D.C. stagnierten und eine Einigung zwischen Juden und Arabern unmöglich schien, eröffnete ein norwegisches Diplomaten-Ehepaar einen geheimen Kommunikationskanal zwischen den verfeindeten Lagern. Mona Juul vom Norwegischen Außenministerium und Terje RødLarsen, ein Sozialwissenschaftler, kommen im Frühjahr 1993 auf die verrückte Idee, quasi im Alleingang – also ohne die norwegische und israelische Regierung oder die Leitung der PLO miteinzubeziehen – erstmals Israelis und Palästinenser in einer Pension fernab jeglicher Großstädte an einem Tisch zu vereinen. Die Regeln sind einfach: Im Verhandlungszimmer führen die drei Männer – zwei Wirtschaftsprofessoren aus Haifa und der Finanzminister der PLO – die Verhandlungen im Alleingang, dürfen sich streiten, schreien, drohen und bluffen. Aber außerhalb des Zimmers wird die Politik außen vor gelassen, man betrachtet sich als Mensch, sogar Freund, plaudert über die Familie und vor allem isst und trinkt man zusammen an einem großen Tisch. Das, was 40 Jahre lang unerreichbar scheint, wird plötzlich greifbar und nach und nach werden immer höhere Funktionäre beider Seiten eingeweiht, bis sich schließlich ein Friedensabkommen herauskristallisiert. Aber wird es letztendlich auch durchführbar sein? Und werden sich alle Seiten daran halten?

Rogers ist mit „Oslo – Mission für den Frieden“ das Meisterstück gelungen, eine historisch belegte politische Situation spannungsgeladen und unterhaltsam auf die Bühne zu bringen. Bestechend durch eine einnehmende Thriller-Dramaturgie fiebert der Zuschauer bis zum Schluss atemlos mit! Bisher war das Stück am Broadway in New York, im Westend in London und an den Nationaltheatern in Tel Aviv, Oslo und Seoul zu sehen. Das Theater Regensburg zeigte diesen Politthriller erstmals im deutschsprachigen Raum in der Inszenierung von Klaus Kusenberg im Herbst 2019. Statuskämpfe, Bluffs und Fakenews legen desillusionierende Parallelen zu Heute frei, sagte Kusenberg zu seiner Aufführung. In einer Besprechung auf ‚nachtkritik.de‘ war zu lesen: „Kusenberg gelingt das Kunststück, dieses Auf und Ab zwischen versöhnlichem Gelage und Mordlust nie ermüdend redundant werden zu lassen. (…) Verkörpert von SchauspielerInnen, die jede/r für sich an einer glaubhaften Entwicklung teilhaben lassen, vom Klischee zum menschlichen Gegenüber. (…)Zugleich ist “Oslo” ein Kraftakt eines Theaters, bei dem jeder Aspekt, Bühne, Licht, Musik (!), offenbar mit höchster Akribie das passgenaue Konzept gefunden hat. Es ist ein perfekt ausgemeißelter Klotz von einer Inszenierung.”

Weitere Aufführungen bis Mitte Februar, alle Infos und Termine gibt es hier: https://www.theater-regensburg.de/spielplan/details/oslo-mission-fuer-den-frieden/

Fotokredit: J. Quast

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