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Always

Eric Krasno

Die Themen Zweisamkeit und Einsamkeit ziehen sich durch dieses neue Soloalbum durch.

Als Mitbegründer von Soulive und Lettuce wurde Eric Krasno, Sänger, Multi-Instrumentalist und zweifacher GRAMMY®-Preisträger, bekannt. Sein umfangreicher Katalog umfasst drei Soloalben, vier Lettuce-Longplayer, zwölf Soulive-Alben und Produktion und/oder Songwriting für Norah Jones, Robert Randolph, Pretty Lights, Talib Kweli, 50 Cent, Aaron Neville und Allen Stone. Als Musiker hat er die Bühne mit den Rolling Stones, der Dave Matthews Band, John Mayer und The Roots geteilt. Von den sieben Nominierungen erhielt er zwei GRAMMY® Awards für seine Rolle als Songwriter und Gitarrist auf Tedeschi Trucks Band’s “Revelator” und als Gitarrist auf Derek Trucks Band’s “Already Free”. Doch als die globale Pandemie die Pläne der Welt veränderte, hatte er viel Zeit zum nachdenken und ebenso viel zu schreiben. Auf Anregung seines alten Lettuce-Band Kollegen Adam Deitch schloss er sich mit dem Musiker und Produzenten Otis McDonald zusammen und arbeitete gemeinsam an einer Version von Bob Dylans “The Man In Me”, einem Song, der für Krasno in den letzten Jahren eine tiefere Bedeutung erlangt hatte. “Meine Frau und ich hatten geheiratet, ein Haus gekauft und ein Baby bekommen”, erinnert er sich. “Ich hatte das Lied schon oft gehört, aber es hatte mich nie so berührt, wie es mich jetzt berührte. Ich habe ihn nur mit Akustikgitarre und Gesang aufgenommen, und ich fand es toll, was Otis daraus gemacht hat. Er schickte es mir zurück, und ich dachte: ‘Genau so will ich meine nächste Platte machen’.” Bei den Aufnahmen, die zunächst virtuell und dann in den legendären Hyde Street Studios in der Bay Area stattfanden, entwickelten Krasno und McDonald als Co-Produzenten einen gemeinsamen Geist und gründeten schließlich Eric Krasno & The Assembly mit Otis am Bass, Wil Blades an den Tasten und der Orgel, Curtis Kelly am Schlagzeug und James VIII an Gitarre und Gesang. Auf dem neuen Album definiert sich Krasno nicht nur als Musiker, sondern auch als Ehemann, Vater und Mann in zehn Tracks mit unverstellter Ehrlichkeit. „Vor 2020 hatte ich eine gute Zeit, aber ich war überhaupt nicht geerdet”, kommentiert er. „Ich bin von Auftritt zu Auftritt gegangen. Ich rannte immer ohne Ziel herum. Im letzten Jahr habe ich meine Menschen in Form meiner Frau und meines Sohnes gefunden. Ich habe eine Familie gegründet, die immer für mich da sein wird. Darum geht es auf dem Album.” “Leave Me Alone“ ist so ein Song und Krasno erklärt: „Den Song habe ich vor einer Weile geschrieben habe, nachdem ich im Fernsehen einen Clip über Paparazzi gesehen hatte und wie einige von ihnen Prominente terrorisieren, um an ihre Fotos zu kommen. Als ich anfing, den Song zu schreiben, bezog ich mich auf Freunde von mir, die gerne tratschen, und begann, ein wenig Mitgefühl für sie zu empfinden (wie man in der Bridge hören kann), denn jeder ist ein Mensch. Letztendlich ist es ein unbeschwerter Song, der sich über die Lust am Tratschen und das Anzetteln von Dramen unter Freunden und Familie lustig macht. Und er ist funky.” Und die Themen Zweisamkeit und Einsamkeit ziehen sich durch dieses neue Soloalbum durch, man höre nur in Stück wie „So Cold”, „Silence” oder “Alone Together” rein. „Wenn ihr eine Botschaft der Liebe und das Always-Konzept mitnehmt, ist das großartig”, sagt er abschließend über das Album. „Vor allem möchte ich euch an einen glücklichen Ort bringen. In der Vergangenheit fühlte ich mich persönlich nur als Gitarrist, Songwriter und Produzent. Jetzt fühle ich mich wie ein vollwertiger Künstler.” Dieser Longplayer zeigt Eric Krasno in einer ausgeklügelten Mischung aus Blues, Funk, Rock und Soul – ein sonniges, funkiges und entspanntes Album, das den Vibe des Laurel Canyon der 1970er Jahre, Schwaden von Hammond B3-Orgeln, eine Rhythmusgruppe, die an der Hüfte zusammenzuwachsen scheint, und natürlich den druckvollen Eric Krasno-Gitarrensound vereint. Also in diesen Longplayer reinhören und ein Teil seiner Familie auf ‘Always’ zu sein. (Provogue/Mascot) P.Ro

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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