altemaelze

Guardians of the Void

The Three Tremors

Tim Owens, Harry Conklin und Sean Peck bieten einen stimmlichen Overkill an, der dann am Besten kommt, wenn die Musik nicht im Vollgastempo durch die Prärie brettert und die Vocals in Verbindung mit dem Double Bass Gehämmer alles in Grund und Boden stampfen.

The Three Termors veröffentlichten kürzlich mit „Guardians of the Void“ ihr zweites Album. Wer die Sänger kennt, die hier beteiligt sind, weiß was ihn erwartet. Eine Mischung aus Heavy Metal und Speed Metal amerikanischen Prägung á la Judas Priest, Riot, Metal Church. Tim Owens, Harry Conklin und Sean Peck bieten einen stimmlichen Overkill an, der dann am Besten kommt, wenn die Musik nicht im Vollgastempo durch die Prärie brettert und die Vocals in Verbindung mit dem Double Bass Gehämmer alles in Grund und Boden stampfen. Der Einstieg mit „Bone Breaker“ zeigt dann gleich mal wo die Reise hingeht – Judas Priest zu Painkillerzeiten ist hier Programm. Das nachfolgende „Guardians of  the Void“ oder das noch schnellere/härtere „I can’t be stopped“ zeigen dann eindrucksvoll, dass weniger mehr wäre. Das Geschrei der drei Protagonisten zerrt dann doch arg an den Nerven, da sich die Stimmen auch recht ähnlich sind. Wie es besser geht kann man beim melodischen und ruhigeren „Crucifier“ (mit Wohlwollen die Ballade auf dem Album) oder dem wiederum an Judas Priest erinnernden, gemäßigteren mit melodischem Gesang versehenen „Frailty“ gut nachhören. Neben „The Fall of Rome“ (schön episch) und dem ebenfalls melodischen „War of Nations“ (nicht über den Text nachdenken, der schon schön plakativ daherkommt USA rules the World) wären das meine Highlights. Und wenn es dann doch mal hart zur Sache gehen soll, dann bitte eher wie beim an Metal Church zu „The Dark“ bzw. dem Debüt erinnernden „Kryptonian Steel“ oder der Riot-Gedächtnissong „Operation: Neptune Spear“, nicht wie dem mit extrem eintönigen Gebrüll Ausfall „Catastrophe“, wo der Titel Programm ist. Die Produktion ist gelungen (man hört mal wieder auch den Bass raus) auch wenn der Fokus etwas zu stark auf die Vocals gelegt wurde, die Band hinter dem Projekt ist fit und es gibt einige wirklich feine Gitarrensoli. Fazit: Knappe fünf Sterne von meiner Seite, der das Debüt (das es in zwei verschiedenen Versionen gibt) noch nicht gehört hat, und eine Empfehlung für diejenigen, die auf die Musik bzw. die „Stammbands“ der Sänger stehen. Ich würde aber dennoch vorher mal das Ganze bei YouTube checken so als kleiner Rat vor dem Kauf. (Steel Cartel/Soulfood) HJH

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