altemaelze

Prey Later

Jim Davies

Ein gut gemachtes EDM-Album, das in Beine, Bauch und Cojones geht!

Der Gitarrist JIM DAVIES aus London dürfte Eingeweihten als vormaliges Mitglied von PITCHSHIFTER und dem Seitenprojekt des THE PRODIGY-Sängers (Keith) FLINT ein Begriff sein. 2009 erschien sein erstes Solowerk “Electronic Guitar”, elf Jahre ließ er sich zum zweiten Album “Headwars” Zeit – jetzt legt er mit “Prey Later” nach. Im Gegensatz zum Vorgänger (den ich nicht kenne) legte DAVIES den Schwerpunkt des neuen Releases auf “dirty Industrial”. Nun hat dieses Genre ja so manche Irrungen und Wirrungen hinter sich, auch die Definition betreffend. Hardcore-Industrial-Behüter der Wahren Lehre dürften angesichts der zwölf Tracks nicht mal die Stirn runzeln: Geboten wird gut produzierter EDM mit zugehörigen Stampfkartoffelbeats, Wobble-Bass und eingängigen Hooklines. Der Gastauftritt von BULLET FOR MY VALENTINE-Bassist Jamie Mathias fällt nicht sonderlich auf, die meisten Bässe stammen aus der Kiste. Bei den zwei EMPIRION-Mixen kommt auch die Big Beat-Fraktion auf ihre Kosten und Vokalistin ABBIE AISLEEN rundet alles mit zwei langsameren Nummern schön groovig ab. Wie geschrieben: Das mit dem dirty Industrial lassen wir mal außen vor, “Prey Later” ist ein gut gemachtes EDM-Album, das in Beine, Bauch und Cojones geht – mission accomplished! (Amalyte Industries) TheRealPal ****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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