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Monte Verita

Regie: Stefan Jäger

Der Film erzählt die Geschichte einer mutigen Frau, die gequält von innerer Zerrissenheit ihren eigenen Weg findet.

Der Schweizer Film „MONTE VERITÀ – Der Rausch der Freiheit“ erzählt die Geschichte einer mutigen Frau, die gequält von innerer Zerrissenheit ihren eigenen Weg findet. Das
historische Drama, das auf wahren Gegebenheiten basiert, wirft damit die – leider immer noch sehr aktuelle – Frage auf, wieviel Selbstbestimmung eine Frau in ihrem Leben haben darf, ohne dabei von der Gesellschaft kritisiert zu werden. Zur Story: 1906: Eine Zeit im Umbruch. Ängste und Hoffnungen prägen die Gesellschaft. Die ersten Aussteiger – zu denen auch der junge Hermann Hesse zählt – suchen ihr Paradies und finden es im Süden der Schweiz, auf dem Monte Verità. Die Reformer legen nicht nur ihre Kleider ab, sondern ebenso das geistige Korsett, an dem die Gesellschaft zu ersticken droht. Auch die junge Mutter Hanna Leitner, verkörpert von Maresi Riegner, zieht es ins tessinische Ascona, um ihrer bürgerlichen Rolle zu entfliehen. Hin- und hergerissen zwischen Schuldgefühlen gegenüber ihrer zurückgelassenen Familie und der Faszination eines selbstbestimmten Lebens entdeckt Hanna nicht nur ihre Leidenschaft zur Kunst der Fotografie, sondern findet – inmitten idyllischer Natur – ihre eigene Stimme. Kommentar des Regisseurs: „‘Monte Verità‘ ist so entstanden, wie die Menschen auf dem Wahrheitsberg zur Gründungszeit um 1900 gewirkt haben: Als kollektive Vision, frei von Zwängen und im Glauben an die Kraft der Kreativität. Ich habe versucht zu ergründen, welche inneren und äusseren Widerstände eine Frau in der damaligen Zeit erlebt haben muss, wenn sie ihren eigenen Weg gehen wollte. Im Wissen, dass wir immer nur aus der eigenen Perspektive erzählen können, habe ich dabei auf die Schwarmintelligenz unseres Teams vertraut, um meine Sichtweise zu  überprüfen. Mit einem Frauenanteil von 77 % in den Head of Departments ist uns dabei vielleicht gelungen, den positiven Wandel zu unterstreichen, der momentan den Globus erfasst: Jedes Geschlecht und jede sexuelle Orientierung erhält den Respekt, der ihr zusteht. Ich hoffe, mit ‚Monte Verità‘ diesen Geist der Offenheit und die Sehnsucht nach Freiheit zu beflügeln, so wie es die Gründer*innen des Monte Verità damals schon vorgelebt haben – in der ersten Hippiekommune der Welt.“ Kommt am 16. Dezember ins Kino.

 

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