altemaelze

Arsonist of the Soul

Burning Point

Ein gutes Album, dem man seine skandinavische Herkunft anhört.

20 Jahre nach dem Debüt veröffentlichen die Finnen Burning Point mit „Arsonist of the Soul“ ihr achtes Album. Von der Urbesetzung ist nur noch Bandgründer, Sänger und Gitarrist Pete Ahonen übriggeblieben. Nach dem Ausstieg von Sängerin Nitte Valo singt nun der Italiener Luca Sturnioli, der seine Sache gut macht, aber in den höchsten Höhen etwas schwächelt. Kann man recht gut nachhören beim härtesten Song des Albums „Eternal Life“, der den Rausschmeisser gibt und sich extrem nach Helloween zu „Keeper of the Seven Keys“-Zeiten anhört. Inwiefern sich die Vorgänger hier besser geschlagen haben, oder ob sich gar musikalisch etwas geändert hat, man schreibt von härter als früher, kann ich mangels Kenntnis der Band nicht beurteilen. Aber hier und heute  gibt es recht geschmackvollen Melodic Power Metal auf die Ohren, der zudem recht gut produziert wurde. Mir persönlich könnte die Abmischung noch etwas lauter sein. Die Keyboardpassagen nehmen zum Glück nie überhand und verhindern so den Overkill, den es gerne und oft z. B. bei Rhapsody (of Fire usw.) zu hören gibt. „Rules of the Universe“ ist dann einer der Songs die auch auf einem Rhapsody-Album stehen könnte. Ansonsten regiert hier die Gitarre, die auch dank zweier Gitarristen flotte Soli feilbietet, die gerne auch mal etwas länger ausfallen dürften. Balladen gibt es unter den zwölf Songs keine. Lediglich beim eher schleppenden „Calling“, das an Europe zu Zeiten von „Out of this world bzw. „Prisoners In Paradise“ erinnert, kommt teilweise etwas ruhiger daher. Der Rest erinnert dann mal an Stratovarius, Sabaton (der Titelsong und „Running in the Darkness“), Axxis („Persona non Grata“) oder auch Helloween, Gamma Ray, Pink Cream 69 und Pretty Maids. In Summe ein gutes Album, dem man seine skandinavische Herkunft anhört. Mir persönlich gefällt zwar das neue Bloodbound Album (ok das sind Schweden) besser, aber fünf starke Punkte sind dann doch drin. Wer sich davon überzeugen möchte, der findet bei YouTube einige Hörproben. Kann man kaufen. (AFM Records) HJH

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

Share on facebook
Share on twitter