altemaelze

Only The End

Ashely Shadow

Gelungener Zweitling!

Die aus Vancouver, B.C. stammende Songwriterin ASHLEY SHADOW veröffentlicht damit ihr zweites Album. Der Longplayer wurde von Joshua Wells (DESTROYER, LIGHTNING DUST, ex-BLACK MOUNTAIN) abgemischt und folgt auf ihr selbstbetiteltes Debüt, das von vielen Kritikern gelobt wurde.

Während die Songs auf „Only The End“ in kontemplativer Einsamkeit entstanden, lud sie einige renommierte Kollaborateure ins Studio ein, um beim Aufnahmeprozess zu helfen; neben dem bereits erwähnten Joshua Wells holte sie sich Unterstützung von Bonnie ‚Prince‘Billy, Paul Rigby (NEKO CASE), Colin Cowan (ELASTIC STARS) und Ryan Beattie (HIMALAYAN BEAR). Es ist leicht, in den Bann von Ashleys eindringlicher Stimme zu geraten. Die in Kanada lebende Songwriterin hat mit ihrem gleichnamigen Debüt von 2016 ihre eigene Identität als Songwriterin geschaffen, mit ihrem zweiten Werk behält sie die stimmungsvolle Introspektion bei, die dem Leben im pazifischen Nordwesten innewohnt, ist aber jetzt mit einer spürbaren Hoffnung ausgestattet, die ihre charakteristische Melancholie ergänzt. Dazu Ashley: „I wanted to make a more upbeat album, something you could play with some friends over. Some of the songs I wrote were initially bummers, but when we went to record them, we lightened them up.”

Die Songs für das Album wurden über zwei Jahre hinweg in ihrer Wohnung geschrieben, wo sie mehrere Jobs unter einen Hut brachte und das Leben und die Liebe in zunehmend unsicheren Zeiten meisterte. Ihr selbstbewusstes Vibrato über leicht verzerrten Gitarren spiegelt das Thema des Albums wider, das von Widerstandsfähigkeit, wenn nicht gar vom Triumph über Widrigkeiten handelt. Diese warmen Songs spenden Trost, indem sie den Realismus zufriedener Akzeptanz unterstützen, statt der naiven Suche nach nicht existierenden Utopien. Mit ihrem ersten Album rückte Ashley Shadow in den Mittelpunkt, nachdem sie mehr als ein Jahrzehnt lang die Projekte ihrer Freunde in einer Nebenrolle begleitet hatte. Der Schritt nach vorne war ein vorsichtiger. „First record was, can I do a solo album? This time, I know what I’m doing. It’s way more clear.” Und das wird jedem klar, der zuhört. (Felte) P.Ro *****

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