altemaelze

Julius

Meskerem Mees

„Julius“ ist ihr Debutalbum, das vermutlich Musikfans und Fachleute beeindrucken wird

Der Montreux Jazz Talent Award wurde an die 21-jährige belgische Sängerin und Komponistin Meskerem Mees 2021 verliehen. Frau Mees wurde einstimmig von einer Jury gewählt, die sich sowohl aus Fachjuroren als auch aus Mitgliedern des Publikums zusammensetzte, sowie diversen Künstlern. Und sie betont freilich, sie sei von Künstlern wie Joni Mitchell, Nina Simone und Courtney Barnett inspiriert. Große Namen ziehen immer. „Julius“ ist ihr Debutalbum, das vermutlich noch mehr Musikfans und Fachleute beeindrucken wird. Denn Meskerem hat „es drauf“. Sie kann wunderschöne Melodien komponieren, ihre geradezu zärtliche Stimme beeindruckt sofort. Auch wenn sie die Auszeichnung zum Jazz Talent erhalten hat, Jazz ist das nicht. Rockjazz oder Fusion schon gar nicht. Die Songs sind sparsam arrangiert, vorrangig begleitet die gezupfte Akustikgitarre ihren versonnen-versponnen Gesang. Uptempo-Songs sind selten; „Julius“ ist ein Album für Balladenfans und Folkies. Auch Fans von Joan Baez oder – um neuere Künstlerinnen zu nennen – Rhiannon Giddens oder dem Flüsterfolkpop von Sophie Zelmani sollten hier auf jeden Fall zwei Ohren riskieren; dazu noch Bauch(hirn) und Herz. Es lohnt sich. (Mayway) HuGe

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