altemaelze

Die Bar zur guten Hoffnung

Philip Bradatsch

Wer sich hier auf Entdeckungsreise begibt wird immer wieder Neues finden!

Philip Bradatsch verstellt sich nicht, alles ist pur und echt an seiner Musik. Das zeigt sich schon bei den ersten Tönen dieses Albums. Er singt „Die Hoffnung“ mit brüchiger, ja fast unsicherer Stimme. Das erinnert an Lindenbergs großartige erste Alben, etwa „Daumen im Wind“. Erdig und mit Bodenhaftung geht es durch das ganze Album. Da sind Songs mit catchy Hooks („Die große Liebe kehrt zurück“), ein langsamer Blues („Winter“) und auch extrem Außergewöhnliches, wie der Zehnminüter „(Dich werd ich erinnern) Theresa“. Sanft startet dieser Titel, Bradatsch singt und erinnert in Phrasierung und Ausdruck etwas an Stoppok. Nach fast fünf Minuten übernimmt ein verzerrtes Gitarrensolo das Regiment und führt den Song in eine völlig unerwartete Richtung. Ungestüm, rauh und auch mal haarscharf am richtigen Ton vorbei (was keinesfalls negativ gemeint ist), fetzt die Gitarre urig wie weiland Dave Edmunds und Love Sculpture bei „Sabre Dance“. Das packt zu und ist doch nur eine Facette dieser CD. Wer sich hier auf Entdeckungsreise begibt wird immer wieder Neues finden! (Trikont) acb

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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