altemaelze

Crimson Messiah

Iron Fate

Könnte mein Album des Jahres 2021 sein!

Wenn Musikredakteure bei einer neuen CD-Veröffentlichung wie „Crimson Messiah“ der Band Iron Fate aus Goslar ins Schwärmen geraten und das Album dann gleich mal mit Queensryche oder Lethal vergleichen, dann ist man ja gewöhnlich vorsichtig. Wenn die Band dann aber einen so grandiosen Sänger in den Reihen hat, der Geoff Tate, Warrel Dane, Bruce Dickinson und auch Rob Halford in einer Person ist, wie Dennis Browsowksi, dann kann man dem nur zustimmen. Wenn dann auch noch die Band, ohne die ein noch so guter Sänger gar nichts ist, so technisch genial und mit Herzblut musiziert. Dann ist man doch begeistert. Die Rhythmusfraktion nagelt alles zu, der Bass so prägnant wie Iron Maiden zu ihren besten Zeiten und die Gitarrensoli werden blind zugeworfen, dass es nur so eine wahre Freude ist. Die Produktion ist fett ohne Ende und das genaue Gegenteil von klinisch. Die teilweise echt langen Songs erinnern dann wie bereits erwähnt an Queensryche (Titelsong, „Mirage“, „Strangers“), Nevermore („Malleus Maleficarum“), Agent Steel („Crossing Shores“), Judas Priest („Guardians of Steel“, Bonus Track „Lost Forever“) und das schleppende “Saviors of the Holy Lie” an Black Sabbath mit Dio bzw. Dio solo. Zudem gibt es dann noch zwei musikalische Ausreißer mit dem hardrockigen „We rule the Night“, das mich total an „Dream Warrior“ von Dokken erinnert und auch so auf „Back for the Attack“ enthalten sein könnte, und dann noch das Magnum Opus der CD „Strangers in my Mind“. Der fast zehnminütige Song beginnt wie eine Ballade auf „Operation Mindcrime“ mit Akkustikgitarren, Gesang a la Geoff Tate zu seiner Glanzzeit, nur um sich dann im Laufe des Songs und generell ab ca. Minute sieben in einen Nevermore-Brecher zu wandeln mit gleich mehreren Gitarrensoli, die hier exzellent zeigen, wie gut die Musiker eigentlich sind. Zum Ende hin gibt es dann wieder ruhige Parts bevor man dann am Liebsten gleich nochmal die Repeattaste drücken würde. Erstaunlich, dass die Band in den gut 16 Jahre ihres Bestehens erst ein Album veröffentlicht hat und das dann auch schon wieder elf Jahre her ist. Davor gab es 2005 nur ein Demo mit dem Titel „Demo“. Beides ging bedauerlicherweise spurlos an mir vorbei, werde dies aber dann gleich mal korrigieren und mir vorab das Debüt „Cast in Iron“ zulegen. Fazit: Wer auf die erwähnten Bands steht und generell Metal gerne hört, macht hier alles richtig mit diesem ******* Sterne Album, dass fast mein Album des Jahres 2021 sein könnte. (Massacre Records) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

 

 

 

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