altemaelze

And God gave us Max

Max and the Broadway Metal

In der Geschichte des Hardrock und Heavy Metal gab es reihenweise Kuriositäten, eine davon ist dieses Album aus dem Jahr 1986, das wie eine Mixtur aus der Rocky Horror Picture Show mit dem Sound des NWOBHM daher kommt und in Vergessenheit geraten ist. Dabei nehmen die Songs den Hörer auf einen herrlichen Achterbahntrip der Gefühle aus der Welt des Rock‘n’ Roll-Star-Daseins mit Rock, Glam und Glitter mit. Klar, dass diese Wiederveröffentlichung unser Album „from the vaults“ für den November ist.

Wer auf die „Rocky Horror Picture Show“ gut findet, der sollte mal in dieses Album reinhören, das 35 Jahre nach der Erstveröffentlichung jetzt wieder released wurde, wenn gleich auch nur in einer Mini-Auflage mit 300 CDs. Doch zurück zu den Anfängen 1986 – damals war die zeit anscheinend noch nicht reif für ein Metal-Musical, welches wie eine Mischung aus NWOBHM und Rocky Horror Picture Show tönt. Ähnlich wie beim Film „Spinal Tap“ wird das Musikbusiness und das (Möchtegern)-Rockstar-Dasein gehörig aufs Korn genommen – Sex, Drugs. Rock´n´Roll und Placebo- Viagra! Das teilweise live im Studio eingespielte Album lebt von dieser frischen und aufgeheizten Atmosphäre, bei der man einfach hört wie viel Spaß alle Beteiligten hatten. „Musikalisch wird von bärbeissiger Anti-Rockstar-Attitüde sowie ausschweifender Stimmbandverzerrung umgeben von schrägen Dramaturgie-Eskapaden, bemerkenswert vielseitiger Bombasteffekte, Klartonchoral und prolligem erzählerisch in sich selbst verliebtem Sprechpassagen-Zuckerguss, knalligem Hard Rock-Feeling und gescheiterten Rock-Star-Träumen pfiffig gewürzt mit leichter Glamrock-, Punk- und Rock‘n’ Roll-schlagseite alles aufgefahren, was in den 70ern und 80ern beschwingt rockte.“ – ist in einer Kritik zu lesen. Absolut zutreffend! Erfolgreich war diese Veröffentlichung damals aber nicht. Als das Album 1986 erschien, bekleckerte sich das Label Powerstation (Tokyo Blade, Alex Harvey, Chrome Molly) nicht gerade mit Ruhm und liess es schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Somit blieb diese ungewöhnliche Scheibe chancenlos und wurde zu einem gesuchten Geheimtipp. Der Anti-Star und Hauptdarsteller Max Gelt (gespielt von Jeffrey Michelson) wurde bei den Aufnahmen von einer ganzen Armada an namhaften Musiker unterstützt. Dazu gehört neben der fast kompletten Band FM auch Kevin Riddles, bekannt von Angel Witch und (immer noch aktuell) Tytan. Andere Beteiligte wurden bei Acts wie Samson, Paul Young, Eurythmics, John Cale, Spandau Ballet, Scorched Earth, Grand Prix, Tom Jones oder Rhabstallion ausgemacht. Produziert wurde die LP von Will Reid Dick, bekannt durch seine Arbeit für Motörhead, Thin Lizzy oder Sinner.

Das Label Golden Core würdigt dieses verschollene Metal-Musical nun mit einer limitierten CD-Auflage (300 Stück). Das Material wurde zwischen 2016 und 2021 von Label-Scout Neudi restauriert und remastert. Kurz vor der Presswerk-Deadline spendierte Jeffrey Michelson noch fünf unveröffentlichte Bonustracks! Ein weiterer Bonus ist die komplett veränderte Alternativversion von „Almighty Dollar“ vom raren Powerstation-Sampler „Megalomania“. Mit dieser Wiederveröffentlichung kommt dieser absolute Geheimtipp, der obskur und kauzig wirkt, endlich an die Oberfläche, eine echte „back from the vaults“-Scheibe. (Golden Core/ZYX Music) P.Ro

 

 

 

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