altemaelze

Isle of Wrath

Long Shadows Dawn

Es ist nichts Geniales, aber zum Autofahren als Soundtrack sehr gut geeignet.

Das italienische Label ‚Frontiers Records‘ haut im gefühlt Stundentakt neue CDs mit Projekten unterschiedlichster Zusammenstellung raus. Neu ist nun Long Shadows Dawn mit ihrer Debütscheibe „Isle of Wrath“. Das Duo, es sind zumindest keine weiteren Musiker aufgeführt, besteht aus dem Hans Dampf in allen Gassen, Sänger Doogie White, und dem Gitarristen Emil Norberg, der wohl den Rest der Instrumente eingespielt oder programmiert hat. Für Frontiers Records eher untypisch fällt die recht gute, erdige Produktion auf, wo nicht mal das echte oder programmierte Schlagzeug vor sich hin tackert und nervt. Die Musik an sich ist eine schöne Mischung aus 80er Jahre Hard Rock mit viel Hammondorgel und Richie Blackmore Gitarrenspiel/soli in der Schnittmenge von Deep Purple, Rainbow, MSG und auch etwas Uriah Heep, gemischt mit Magnum bei „Where will you run to?“.  Whitesnake schauen auf einen Sprung beim balladesk/getragenen „Hell has no Fury“ vorbei (fetter Bass hier), während man bei der mit Streichern, akustischer Gitarre und schönem Solo versehenen Ballade glatt „White Lion“ im Ohr hat. Etwas aus der Art geschlagen ist das Deep Purple-artige „Star Rides“, wo die Keyboardpassagen leicht abgefahren nach früheren Yes klingen und der Song generell eine orientalische Ausrichtung hat. Ich finde das 53minütige Werk recht gelungen. Es ist nichts Geniales, aber zum Autofahren als Soundtrack sehr gut geeignet. Und die Stimme von Doogie White hört man halt immer gerne (siehe Rainbow „Stranger in us all“ oder auch bei Michael Schenkers Fest). Von meiner Seite somit verdiente fünf Sterne und vielleicht kommt ja mal ein Nachfolgealbum. (Frontiers Records) HJH

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

Share on facebook
Share on twitter