altemaelze

II-Those We Don’t Speak Of

Auri

Die treibenden mystischen Klanglandschaften laden zum konzentrierten Lauschen ein.

Disee Scheibe ist auf Nuclear Blast erschienen – das Label, das für für seine Hardrock- und Metalproduktionen bekannt ist. Dazu kommt, dass man beim Blick auf die Bandmitglieder Nightwish-Hauptstrippenzieher Tuomas Holopainen erkennt. Jedoch entfaltet sich dem geneigten Listener hier keinesfalls eine Rock-Breitseite. Hier findet man verblüffenderweise erdig-warmen Folk mit einigen Rock-Bezügen, der sich irgendwo zwischen dem skandinavischen und britischen-keltischen Kulturkreis einordnen lässt. Stilistisch dürfte AURI eher Fans von Loreena McKennitt oder Blackmore´s Night ansprechen. Blackmore‘s Night ist offenbar eine durchaus passende Assoziation, denn Sängerin Johanna Kurkela ist die Ehefrau von Mastermind  Tuomas´ Holopainen. Johanna dominiert mit ihrer elfenhaften Stimme die gesamte Platte, nur gelegentlich erklingt zur Unterstützung – und angenehm kontrastierend – eine tiefe männliche Gesangsstimme bzw. punktuell ein mehrstimmiger Chorgesang. Für Folkpuristen ist die Scheibe jedoch nichts, denn hier verschmilzt die Band den Symphonik-Rock von Nightwish mit den britischen Folktraditionen – und gibt eine dicke Prise postmoderner Melancholie hinzu. Dieses klingende Amalgam ist kreativ und geschickt gemacht, die treibenden mystischen Klanglandschaften laden zum konzentrierten Lauschen ein. (Nuclear Blast) HuGe

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