altemaelze

The devil you know: live

The Unity

Live Alben (oder auch Best of und Cover CDs) bewertet man ja eher nicht, aber hier kann es halt dann doch nur mit sieben Sternen die volle Punktzahl geben!

Mit „The Devil you know: Live” veröffentlicht die Band The Unity um die beiden Gamma Ray-Mitglieder Henjo Richter und Michael Ehre nach drei Studioalben ihr erstes Live-Album, die einen leider nur 60minütigen Querschnitt aus elf Songs plus Intro bietet. Die Band war etwas unter Zeitdruck und zudem der Ansicht, dass die Länge ausreicht. Gleichzeit fasst man aber eine spätere Veröffentlichung einer fetten Doppel-Live-CD ins Auge, wenn richtige Touren wieder möglich sind, wie mir mitgeteilt wurde. Die vorliegende Live-CD (ob ein Teil der Songs bereits auf der „Pride“ Bonus-CD „Loud and Proud enthalten ist entzieht sich leider meiner Kenntnis) ist jedenfalls schon mal richtig guter Appetizer dann. Fett produziert, so dass man alle Instrumente inklusive der immer wieder eingestreuten, feinen Keyboardfarbtupfer super raushört, so wie beim hardrockigen mit poppigen Refrains und schön präsentem Bass versehenen „The Storm“. Die beiden Gitarristen agieren mit Spass in den Backen auf höchstem Niveau und werfen sich immer wieder die Bälle mit feinen Soli zu wie beim mit gleich zwei Soli veredelten, rockigen „Firesign“. Der Gesang von Gianbattista Manenti ist phänomenal und deckt das komplette Spektrum von Schmelz über melodischen Hard Rock bis Metal Shouter ab, und kann sogar den David Coverdale, als der noch Stimme hatte. Bestes Beispiel ist das leicht balladesk (es gibt keine „richtige“ Ballade) und getragenere „The Willow Tree“, das mich total an Whitesnake zu 1987/Slip oft he Tongue-Zeiten erinnert. Dazwischen gibt es noch tolle Double Bass Melodic Metal Hymnen im Gamma Ray/Helloween/Blind Guardian Stil und zum Abschluss noch eine wahrhaft epische (mit acht Minuten der längste Track auf der Scheibe) AOR (die Keyboards) meets Melodic Rock/Hard Rock Hymne mit „Never Forget“ für die die Schweden von Eclipse ihren rechten Arm geben würden. So gut deren aktuelles Studioalbum auch ist, der Song hier lässt das Album blass aussehen. Aber zurück zu The Unity. Live Alben (oder auch Best of und Cover CDs) bewertet man ja eher nicht, aber hier kann es halt dann doch nur mit sieben Sternen die volle Punktzahl geben, auch wenn mir eine Doppel CD lieber gewesen wäre oder man vielleicht so als Bonus noch die damals nur auf den ltd. Vinyl Editions enthaltenen Bonus EPs mit anhängen können. (Steamhammer/SPV) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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