altemaelze

Wired

Eclipse

Skandinavischer Hard Rock mit leichten AOR-Einflüssen und dem einen oder anderen etwas härteren Song.

Mit „Wired“ veröffentlichte die schwedische Hard Rock Band Eclipse kürzlich ihr bereits neuntes Album. Sehr gut produziert (außer den so Frontiers-typischen pappigen Drums) wird vom Einstiegssong an klar, wo die musikalische Reise hingeht. Skandinavischer Hard Rock mit leichten AOR-Einflüssen und dem einen oder anderen etwas härteren Song. Gesangsmäßig gibt es hier großes Kino, wo ein Bon Jovi seinen Arm geben würde, wenn er noch so singen könnte. Die Gitarrensoli sind vom Feinsten, auch wenn sie ab und an zu kurz ausfallen. Das liegt vermutlich dann auch daran, dass ein Großteil der Lieder nur knapp über der Drei-Minutenmarke ins Ziel kommt. Dafür entschädigen dann die mit über vier bzw. fünf Minuten langen, härteren Tracks „Run for Cover“ (erinnert an Gary Moore), „Bite the Bullet“ (Bonfire treffen auf Gotthard treffen auf Shakra) und der CD-Bonustrack „Dead Inside“ mit starker Saitenakrobatik. Richtige Herz/Schmerzballaden sind nicht an Bord, dafür gibt es zwei tolle Halbballaden mit „Carved in Stone“ (Akustikgitarren und etwas Keyboards mit Schmelzgesang treffen auf Rock ab der Hälfte) und „Poison inside my Heart“ (mit poppigem Refrain). Leicht irisch angehaucht und ebenfalls von Gary Moore beeinflusst erinnert mich „Things we love“ von der Melodieführung her total an „Over the Hills and Far away“. Auf der anderen Seite sind mir die beiden Einstiegssongs ins Album zu simpel und 08/15, um im Gedächtnis hängen zu bleiben. Besser macht es die Band dann bei der Singleauskopplung „Saturday Night“ die sleazig angehaucht an Bands wie Steel Panther erinnert. Dennoch ein gutes Album das mir fünfeinhalb Sterne wert ist und erhält eine Kaufempfehlung. (Frontiers) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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