altemaelze

The Rage To Survive

Danny Bryant

Dieses Album nimmt den Hörer mit auf eine Reise voller Emotionen, die durch jeden der zehn Track sickern.

Danny Bryant gehört zu den führenden Bluesmusikern der Szene in Großbritanniens. Nach dem von der Kritik hochgelobten Album “Means Of Escape” aus dem Jahr 2019 veröffentlicht er jetzt Ende Oktober einen neuen Longplayer, in dem er seine persönlichen Erfahrungen während der Pandemie in den Texten des Albums verarbeitet. Musikalisch nimmt er seine Zuhörer mit auf eine stilistisch breite Reise und zeigt uns zudem seine ganze Bandbreite als Gitarrist und Songwriter. Von kompromisslosen, donnernden Blues-Tracks bis hin zu zärtlicheren Downbeat-Stücken – auf “The Rage To Survive” lässt er seine Emotionen aus dieser Pandemie unverblümt in die Platte einfließen. „Zunächst einmal wollte ich keine ‚Lockdown-Platte‘ machen. Ich stellte mir vor, dass viele Leute das bereits tun würden und dass viele Hörer nicht daran erinnert werden wollten! Aber was passiert, wenn der Job von heute auf morgen aufhört, ohne dass ein Zeichen von Normalität in Sicht ist? Dieses Gefühl der Isolation und der Notwendigkeit, innezuhalten und in sich zu gehen, war mir wichtig festzuhalten!“ so sein Kommentar. Wie schon bei “Means Of Escape” hat Danny das Album wieder selbst geschrieben und produziert. Aufgenommen wiederum in den Chapel Studios im englischen Lincolnshire saß auch der Toningenieur und Grammy-Preisträger Ian Dowling (Adele, KT Tunstall) wieder an den Reglern. Die Platte wurde live aufgenommen – eine Erfahrung, nach der sich Danny gesehnt hatte: “Ich wollte, dass die Platte die Energie von uns widerspiegelt, die wir haben, wenn wir live spielen. Es war über ein Jahr her, dass wir alle zusammen in einem Raum gewesen waren! Es war eine großartige Erfahrung, es war großartig, wieder mit den Jungs zu spielen und ich denke, diese Energie kommt in der Musik rüber.” Der Eröffnungs- und Titeltrack “The Rage To Survive”, vollgepackt mit seinem Gitarrenspiel, setzt sofort mit seiner rauen Stimme ein, die den Ton für das Album perfekt vorgibt. Mit “Trouble With Love” und “Invisible Me” geht das Album in etwas zartere Töne über bevor es wieder mit “Rescue Me” in einer rockigeren Montur mündet. „Falling Tears”, ein zurückgenommenes Akustik-Stück gibt dem Album einen ergreifenden Mittelteil und mündet in „Make Me Pay”, einem traditionelleren Blues-Song, der perfekt in das sanftere „Rain Stops Play” übergeht, bevor das Instrumental „Looking Good” das Bläser-Ensemble auf den Plan ruft und Dannys Spiel von seiner besten Seite zeigt. Das Album endet, wie es begonnen hat, mit dem hart rollenden ‘Till The Bottle Run Dry’ und der Ballade ‘Westport’. Dieses Album nimmt den Hörer mit auf eine Reise voller Emotionen, die durch jeden der zehn Track sickern. Und er kommt noch diesen Jahr noch auf Tour mit den neuen Songs im Gepäck, am 11. November rockt er die Kofferfabrik in Fürth und am 12. Dezember gibt es in München im Backstage dann sofort eine „Bigband“-Show. (Jazzhaus Records/In Akustik) P.Ro

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

Share on facebook
Share on twitter