altemaelze

Time Clocks

Joe Bonamassa

Man fragt sich schon, woher Bonamassa die Ideen und den Antrieb nimmt, seit Jahren ein Album nach dem anderen zu produzieren. Egal, ob in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen wie Beth Hart, mit Black Country Communion oder unter eigenem Namen – richtige Durchhänger hat er nie geliefert. Im Gegenteil, fast alles hat Klasse. So auch „Time Clocks“. Allerdings zeigt sich erneut, dass er weit über den Blues hinausgewachsen ist (soweit er überhaupt einmal ein reiner Blueser war). Klar, sein Gitarrenspiel ist tief im Blues verwurzelt, aber die Songs sind oft purer Rock mit meist sehr eingängigen Melodien. Nach dem Intro startet die Scheibe aber zunächst mit einem harten Bluesriff. „Notches“ rockt und begeistert sieben Minuten lang. Auch „The Heart That Never Waits“ shuffelt bluesig und entfaltet viel Groove. Der Titelsong beginnt als Ballade und brilliert dann durch eine gefällige, vom Chor getragene Melodie und Joes Slidegitarre. „Questions And Answers“ lebt von einem harten Riff, ist aber abwechslungsreich und dynamischer arrangiert. Mit dieser Scheibe sollten nicht nur Gitarrenfreaks zufrieden sein. Bonamassa schöpft offenbar aus einer unversiegbaren Quelle an Frische und hat erneut ein hochwertiges Album geschaffen, auch wenn er natürlich das Rad nicht neu erfindet. (Provogue Records) (acb)

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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