altemaelze

Hemet

Niamh Regan

Diese Scheibe hat spröden Charme, und ist irgendwo zwischen Folk und Indie anzusiedeln, nicht uninteressant.

Das Debütalbum der jungen irischen Sängerin wurde in ihrer Heimat bereits 2020 veröffentlicht und glatt zum ‚Album des Jahres‘ auf der grünen Insel gekürt. Seit Ende September ist HEMET nun auch für den Rest der Welt erhältlich.​ Niamh bedeutet übrigens „die Schöne“ bzw. „die Strahlende“. „Hemet“ reiht sich in die vielen Veröffentlichungen mit sprödem Charm, textlicher Innenschau und einer Musik aus dem Grenzland von Folk und Pop ein. Mit dabei am Mikrofon: Sänger und Ehemann Wesley Houdyshell, der auch bei zwei der Songs mit entworfen hat. Manche Songs mäandern kompositorisch uneindeutig-verspielt vor sich hin, das packt mich nicht. Einige haben Drive und Rhythmus, z.B. „Save the Day“, da zuckt unwillkürlich der Rhythmus-Fuß. „Hallelujah Game“ öffnet die Türe in die Gospel-Welt, auch wenn die übliche Gospel-Power fehlt und bewusst zurück genommen wird. Überhaupt ist Langsamkeit für Niamh offenbar eine Tugend. Rockige Ausflüge oder Uptempo-Songs sind offenbar auf dem Index gelandet. „Hemet“ ist kein Album, bei dem die Songs sofort im Ohr hängen bleiben. Ok, die Scheibe hat spröden Charme, und ist irgendwo zwischen Folk und Indie anzusiedeln, nicht uninteressant. (The Black Gate Label) HuGe

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