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Technical Ecstasy

Black Sabbath

Vor 45 Jahren wurde dieses siebte Album von Black Sabbath eingespielt, und erstmals selbst produziert. Technical Ecstasy ist im Vergleich zu den früheren Alben ein sehr abwechslungsreiches Album, das auch – trotz einiger ungewöhnlicher Klänge – alle Trademarks von Black Sabbath aufweist und wunderbar Härte mit Melodik vereint. Trotzdem kam dieser Longplayer bei den Fans nicht besonders gut an, gilt bislang als das unterschätzteste Album der Band. Jetzt ist eine Jubiläums-Edition erschienen, die im Rahmen unserer Reihe „from the vaults“ für den Oktober gewürdigt wird.

Vor 45 Jahren wurde dieses siebte Album von Black Sabbath eingespielt, und erstmals selbst produziert. Technical Ecstasy ist im Vergleich zu den früheren Alben ein sehr abwechslungsreiches Album, das auch – trotz einiger ungewöhnlicher Klänge – alle Trademarks von Black Sabbath aufweist und wunderbar Härte mit Melodik vereint. Trotzdem kam dieser Longplayer bei den Fans nicht besonders gut an, gilt bislang als das unterschätzteste Album der Band. Jetzt ist eine Jubiläums-Edition erschienen, die im Rahmen unserer Reihe „from the vaults“ für den Oktober gewürdigt wird.

Vor 45 Jahren erschien mit „Technical Ecstasy“ das siebte Studioalbum von Black Sabbath. Im Sommer 1976 waren Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward auf dem Weg nach Miami, um ‚Technical Ecstasy‘ in den berühmten Criteria Studios aufzunehmen. Die Band war gerade von ihrer Welttour des Vorgänger-Albums „Sabotage“ zurück. Zu erwähnen sei hier, dass die Live Performance diesmal Keyboards und Synthesizers beinhaltete. Diese neu eingebrachten Instrumente wurden auch bei den Aufnahmen zu ‚Technical Ecstasy‘ verwendet. Alle neuen Songs brachten Diversität: angefangen beim harten “Back Street Kids” und der Ballade “It’s Alright” bis hin zum funky “All Moving Parts (Stand Still)” und dem progressiven “Gypsy.” Auf diesem Album ist auch die Single “It’s Alright”, der allererste Song, bei dem Bill Ward die Lead Vocals übernahm. Die Innovatoren des Heavy Metal, Black Sabbath, veränderten sich damals nicht nur, dass sie verschiedene Sounds ausprobierten, sondern in dem sie sich selbst managten. Laut den Erinnerungen Ozzy Osbournes habe Tony Iommi, der auch die Produktion des Albums übernahm, damals die Weisung ausgegeben „man müsse mehr wie Foreigner oder Queen klingen!“. Was den eh schon schlecht gelaunten Osbourne fortan mit Gedanken an den Band-Ausstieg versah, der dann im Oktober 1977 die Band kurzfristig verließ, um nach drei Monaten zurückzukehren, bis er Anfang 1979 von der Band entlassen wurde.  Das Verhältnis der Bandmitglieder untereinander war gestört, so verstand sich Osbourne mt Tony Iommi nicht mehr, auch mit Geezer Butler war sein Verhältnis wechselhaft. In England war gerade die Punk-Revolution ausgebrochen, als Heavy-Metal-Act fühlte man sich orientierungslos. Im benachbarten Studio in Miami nahmen The Eagles ihr Album »Hotel California« auf, aber nur im Gebrauch von Kokain fand man eine Gemeinsamkeit. Das entstandene musikalische Resultat fasste das britische Magazin MOJO trefflich zusammen: „‘Technical Ecstasy‘ is the sound of Sabbath trying to make a grown-up, radio-friendly rock record and, in some parts, it works!“. Das Cover der Graphik-Agentur Hipgnosis hingegen wurde legendär. Auf die Bedeutung angesprochen, meint Osbourne: „two robots screwing on an escalator!“ Was als Ergebnis dieser Studioaufnahmen herauskam war definitiv einige Schritte von den fernen Tagen ihres gleichnamigen Debüts von 1970 entfernt. Die Band war nicht bereit, die Vergangenheit zu wiederholen. Sabbath erweiterten ihr Universum und bewiesen allen, dass sie sich auch anpassen und reifen konnten. Trotzdem kam dieser Longplayer bei den Fans nicht besonders gut an, gilt bislang als das unterschätzteste Album der Band. Technical Ecstasy ist im Vergleich zu den früheren Alben ein sehr abwechslungsreiches Album, das auch -trotz einiger ungewöhnlicher Klänge- alle Trademarks von Black Sabbath aufweist und wunderbar Härte mit Melodik vereint. Jetzt wird dieses Album rehabilitiert mit dieser neuen Edition, die im Oktober erscheint. Die neu gemasterte Digipak-Ausgabe des Albums enthält eine umfassende Geschichte des Albums, die vom renommierten Rockkritiker Malcolm Dome verfasst wurde, sowie eine Fülle von seltenen und bisher ungesehenen Fotos und Erinnerungsstücken. Sanctuary. 2009. Die Deluxe Edition präsentiert sich mit einer neu gemasterten Version des 8-Song Albums zusammen mit einem völlig neuen Mix der Platte von Steve Wilson, der dazu die alten analogen Tapes benutzt hat.

Dazu kommt eine Super Deluxe Edition die noch acht bisher unveröffentlichte Outtakes und alternative Mixe wie z.B. “You Won’t Change Me” und “Rock ’n’ Roll Doctor” sowie Outtakes und die Instrumental-Versionen von “She’s Gone.” Diese Kollektion bietet zudem zehn unveröffentlichte Live Tracks, aufgenommen während der 1976-77 Technical Ecstasy World Tour. Die Songs sind aus verschiedenen Zeiten der Bandgeschichte, frühe Tracks wie “Black Sabbath” und “War Pigs” neben neuen Songs wie “Gypsy” und “Dirty Women.”

Diese außergewöhnliche Kollektion kommt mit einem ausführlichen Booklet mit dem Artwork, Liner Notes, seltener Memorabilia und Fotos aus der Zeit und einer Replika des 1976-77 Welt Tour Konzert Buches und einem großen, farbigen Poster.

(BMG) P.Ro

 

 

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