altemaelze

Three Apples in the Orange Grove

The Mergers

Die 13 neuen Songs lassen sich am besten als “Garage Rock Psychedelic” umschreiben und stecken voller Spielfreude.

Vor gut zehn Jahren machten The Mergers erstmals auf sich aufmerksam, vor gut fünf Jahren stellten sie ihr Debutalbum vor, dann folgte „With a carrot and a stick“ und jetzt präsentieren sie mit „Three Apples in the Orange Grove“ ihren dritten Longplayer. Und stilistisch bleiben sie sich treu, bzw. dem Sound der Sixties und der Garagenszene, wobei die hochmelodische Merseybeat-Schule nicht mehr so stark wirkt wie der Fuzz-Punk von damals, dazu kommt eine neue psychedelische Komponente. Die 13 neuen Songs lassen sich am besten als “Garage Rock Psychedelic” umschreiben und stecken voller Spielfreude. „In den ersten beiden Platten waren schon auch psychedelische Elemente drinnen, das war nicht nur Sixties-Beat“, stellt Axel Brückner, der bei den Mergers das Pseudonym „Jerry Coma“ benutzt und als Leadsänger und Gitarrist auch für das Songwriting verantwortlich ist, in einem Interview klar. „Und diese Elemente haben wir für das neue Album kultiviert. Wenn man ewig auf dieser Frühe-Sixties-Schiene bleibt, ist das doch auf Dauer etwas simpel. Es ist schwierig, innerhalb dessen noch einen neuen, innovativen Song zu schreiben.“ Aber natürlich erinnert das noch immer an die Beatles wie auch an die Byrds, aber auch Oasis grüßen um die Ecke bei „Better days“ oder „Win hands down“. Andererseits entfernen sich Songs wie „Herman“ oder „Seekin‘ for the light“ doch mit ihren verschlungenen Gitarrenlinien und den bisweilen indisch angehauchten Gesangsmelodien tatsächlich ziemlich von dem, was man von den früheren Alben der Mergers gewohnt ist. Und bei „Till you get me“ rocken sie ganz schon heftig & heavy los! Absolut gelungen, dazu passt der Kommentar der Band zu diesem Longplayer: „Wir haben beim neuen Album den Rahmen bewusst etwas aufgebrochen und er wird beim nächsten bestimmt nicht enger werden. In unserem Sound werden aber bestimmt immer die Sixties hörbar bleiben, weil wir damit musikalisch aufgewachsen sind. Das ist die Schnittmenge von uns allen.“ Da haben sie recht, das ist ein absolut authentischer Sound von damals, der konsequent in die Jetztzeit umgesetzt wird. Und das möchte man(n)/frau gern auch „live on stage“ hören. Nach der langen Pandemie-Pause sind die vier Nürnberger mit ihrem psychedelischen Sixties-Beat auch endlich wieder live zu erleben. Am 9. Oktober ist die Band beim Nürnberg.Pop-Festival zu Gast. Und es wäre schön, wenn sie auch mal wieder nach Regensburg kämen, schließlich liegt ihr bislang einziger Auftritt in der Ratisbona im Tiki Beat schon einige Jahre zurück. (Soundflat Records) P.Ro

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