altemaelze

Change The Waters

Lonely Spring

Mit diesem Debut zeigen die Passauer, wie modern, frisch und neu der Emo-Rock der goldenen Nineties im Jahr 2021 klingen kann!

Schon seit ihrer Gründung im Jahr 2014 nutzen die Brüder Julian Fuchs (Vocals, Gitarre) und Simon Fuchs (Vocals, Bass), Manuel Schrottenbaum (Gitarre) und Matthias Angerer (Drums) die Musik als willkommenes Ventil, um ihre Gedanken und Emotionen hinauszuschreien. Vor Beginn der Corona-Pandemie waren sie noch Newcomer in der Emo-Rock-Szene – die Vier aus Passau. Sie hatten ihre Debut-EP eingespielt und ihre erste richtige Deutschlandtour als Support-Act in randvollen Hallen hinter sich. Doch dann kam covid-19 und sie mussten einen Gang zurückschalten und deshalb kommt erst jetzt im Herbst ihr Debutalbum heraus. Zuvor hatten sie noch etliche Vorabsingles wie „Satellite“ oder zwei weitere EP#s veröffentlicht und verbinden damit Stilelemente von Bands wie Fall Out Boy und My Chemical Romance mit zeitgemäßen Pop-Einflüssen wie Blackbear oder Lauv zu ihrem ganz eigenen Signaturesound. „Wir haben nie zu den coolen Kids mit den angesagten Klamotten und den teuren Hobbys gehört“, beschreibt Frontmann Julian Fuchs seine Jugend in der bayerischen Provinz. „Stattdessen wurden wir mit unserem Make-Up und den lackierten Fingernägeln gerne mal schräg angeschaut. Ein Grund, weshalb wir unsere Freiheit lieber in der Musik gesucht haben. Sie hat uns immer Trost gegeben. Besonders in einer Zeit, die an sich schon als Teenager verwirrend genug ist. Ich habe schon immer leere Phrasen wie `Kopf hoch` oder `Es geht schon wieder aufwärts` gehasst. Wir möchten unseren Fans lieber sagen, dass es völlig okay und normal ist, auch mal schlechte Zeiten zu durchleben. Man ist deshalb kein Weirdo“, wie Lonely Spring auch auf ihrem ersten Longplayer demonstrieren. „Change The Waters“ wurde von Emil Bulls-Sänger Christoph von Freydorf in verschiedenen Etappen produziert. Aufgenommen wurde das Album bei Flo Nowak im Daily Hero Studio in Berlin, mit Ausnahme der Vocals. Diese haben Jules, Simon und Christoph in einer separaten Session bei dem Emils Bulls-Sänger in seinem Münchner Studio aufgezeichnet. Insgesamt zwölf Tracks, auf denen die Band ihren markanten Signaturesound aus packenden Gitarrenriffs, catchy Melodien und den zweistimmigen, zwischen leidenschaftlichem Screaming und sofort ins Ohr gehenden Harmonie-Parts pendelnden Vocals weiter ausgebaut hat. Ergänzt wird der eigenständige Mix von zeitgemäßen Einflüssen, die an moderne Pop-Acts wie Lauv oder Blackbear erinnern. Emo-Rock 2.1! „Wir schreiben über all das, was uns emotional berührt“, erklärt Julian weiter. „Ich baue mir in meinem kleinen Studio ein Mikro auf und singe ein, was ich fühle. Aus diesen rohen Vocal-Demos entstehen dann später die Songs.“ So wie aktuelle Single ‚Satellite‘, mit der sich Lonely Spring vor ihren Idolen von Linkin Park und ihrem Meilenstein ‚Hybrid Theory‘ verneigen. Ein Album, mit dem seinerzeit ein Traum geboren wurde. Der Traum, auf den Bühnen dieser Welt zu stehen. Mit einer Gitarre in der Hand und Stimmen bis zum Anschlag, angetrieben von ehrlicher Emotion. Mit diesem Song verarbeitet die Band den langen und manchmal auch steinigen Weg ihrer bisherigen Karriere, während der Finger Richtung Rock-Olymp zeigt. Eine eher augenzwinkernde Sichtweise beschreibt man dagegen auf ‚Runaway‘, „auf dem es darum geht, wie unbekannt wir im Grunde noch sind und was für ein langer Weg noch vor uns liegt“, so Julian lachend. Nach dem nachdenklichen ‚Baby‘ verhandeln Lonely Spring mit der melancholischen Midtempo-Nummer ‚Honesty‘ und dem treibenden Titeltrack die alles bestimmenden Themen Selbstfindung und Veränderung – Motive, die sich wie ein roter Faden durch einen großen Teil der Texte des Quartetts ziehen. „Der Albumtitel ‚Change The Waters‘ repräsentiert so eine Art persönliches Resümee. Wir alle sind jetzt Mitte 20. In diesem Alter hat man die Teenagerzeit zwar hinter sich gelassen, trotzdem ist man noch mitten dabei, seinen Weg im Leben zu suchen. Wir haben schon sehr früh begonnen, professionell Musik zu machen. Sie war immer der Mittelpunkt unseres Lebens. Einen Plan B gab es zu keiner Zeit. In den letzten zehn Jahren ist viel passiert; nicht immer nur schöne Dinge. Doch bekanntlich wächst man auch an seinen Erfahrungen. Die Platte fasst zusammen, was wir erlebt haben. Sie erzählt davon, für seine Träume zu kämpfen. Sich nicht entmutigen oder durch irgendwelche Katastrophen von seinem Weg abbringen zu lassen. Wir blicken darauf zurück, was aus unserem großen Traum geworden ist und wie auch wir uns persönlich weiterentwickelt haben. Die Botschaft ist, dass wir unser Ding machen. Auch wenn sich alles um uns herum verändert.“ Mit diesem Debut zeigen die Passauer, wie modern, frisch und neu der Emo-Rock der goldenen Nineties im Jahr 2021 klingen kann! (Iverytower Records/Vertrieb Edel) P.Ro

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