altemaelze

Johann

The Dark Tenor

J.S. Bach ist auch hiermit nicht “totzukriegen” – und vielleicht machen Künstler wie THE DARK TENOR ihre Hörer neugierig, was dieser Bach denn so “wirklich” draufhatte…

Bach – wer hat sich nicht schon alles an ihm versucht. Im populären Musikbereich dürften vielen noch JACQUES LOUSSIER (“Play Bach”) und WALTER CARLOS (“Switched-On Bach”) ein Begriff sein. Ja, das war Pop, aber es war “ernster” Pop. Und nun dies. Wer ist THE DARK TENOR? Es ist Billy Andrews, ein in Berlin lebender Sänger, der mit “Johann” den finalen Teil einer Trilogie vorlegt, deren ersten beiden Parts Beethoven und Mozart gewidmet waren. “Icons” nennt er das Gesamtwerk, und er bezweckt damit wohl, aus den “Klassikern” wirklich populäre Musik zu generieren. Man nehme eine Originalkomposition, streife dieser ein Pop- bzw. Techno-Gewand über, versehe alles mit gerade soviel Pathos, dass es den Radio Charivari-Hörer nicht verschreckt, runde das Ganze noch mit drei quasi “unbearbeiteten” Bach-Stücken ab die nun wirklich JEDER kennt – et voilá: Bisher 230.000 Einheiten verkauft, erfolgreiche Fernsehauftritte, drei Top 10-Alben… läuft. Dem Rezensenten will nicht so recht eingehen wer denn hierfür die Zielgruppe ist: Wer’s dramatisch-poppig liebt ist mit Formationen wie QUEEN doch besser bedient, und Klassik-Hörer greifen wohl doch eher zum Original. Anyway, diese “Baustelle” ist nicht die meine, aber J.S. Bach ist auch hiermit nicht “totzukriegen” – und vielleicht machen Künstler wie THE DARK TENOR ihre Hörer neugierig, was dieser Bach denn so “wirklich” draufhatte… (Red Raven) TheRealPal

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