altemaelze

Aeromantic II

The Night Flight Orchestra

Es handelt sich hier um die restlichen Songs aus den Aufnahmesessions zu „Aeromantic“ und der musikalische Unterschied ist eher, dass die Band noch geschmeidiger, plüschiger und po(m)plastiger zu Werke geht.

Mit dem sechsten Studioalbum „Aeromantic II“ gibt es den Nachschlag zum letztjährigen Vorgänger. Wer da Änderungen im Sound der Band erwartet hat sieht sich getäuscht. Es handelt sich hier um die restlichen Songs aus den Aufnahmesessions zu „Aeromantic“ und der musikalische Unterschied ist eher, dass die Band noch geschmeidiger, plüschiger und po(m)plastiger zu Werke geht. Beinharte Metalfans bzw. Fans der Hauptbands der Beteiligten a la Soilwork laufen hier vermutlich schreiend davon, wenn es Disco, Funk, Pop, Rock und AOR der 70er und 80er Jahre auf die Ohren gibt. Fett produziert, mit extrem viel Schmelz und Schmalz in der Stimme (kaum zu glauben dass Strid ja eigentlich im Melodic Death Metal zu Hause ist), technisch brillant gespielt von allen Musiker und wunderbar abgeschmeckt von den beiden fest integrierten Background Sängerinnen gibt es ein ‚3 Sterne Menü‘ von Feinsten auf das auch ein Tim Mälzer stolz wäre, auch wenn die Gitarren bzw. Soli etwas zurückgefahren wurden. Wer sich aber mit den vier vorab bei YouTube veröffentlichten Songs anfreunden konnte, wird das gar nicht vermissen.  Die Band spielt sich mit einer Verve durch early Kansas bei „Midnight Marvelous“, Toto „Burn for me“, Saga um 1987 „How long“ (kein Coversong), Nik Straker Band gepaart mit poppigen Survivor „Chardonnay NIghts“, Genesis (vor allem im musikalischen Bereich) bei „Amber through a Window“.  Asia „I will try“, Discomusik a la Bee Gees mit Hammergesang der beiden Damen bei „You belong to the Night” oder sogar Flashdance, denn „Zodiac“ könnte glatt der ältere Bruder von Michael Sembello’s „Maniac“ sein. Beim Abschlusstrack „Moonlit Skies“ meint man dann sogar Duran Duran zu vernehmen. Das ganze Album könnte das Kind einer Kooperation damaliger Komponistengrößen wie Jim Steinman, Giorgio Moroder, Harold Faltermeyer und auch Vince DiCola sein. Ein rundum gelungenes Album ohne Durchhänger das Fans der Band und generell toller Musik gefallen wird. Sechseinhalb Sterne von meiner Seite. (Nuclear Blast) HJH

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