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Scherbenviertel

Bandfeature September 2021

Scherbenviertel ist anders – ist neu, frisch und bis dato ein Novum an musikalischer Alterität und banaler Radikalität“ schrieb mal ein Magazin über diese Band – dem kann man nur zustimmen.

Sie bezeichnen sich selbst als „pfeilgrad. schamlos. anders“ mit 100% Eigenkompositionen. Die Rede ist von sechsköpfigen Combo Scherbenviertel aus Regensburg. Gegründet wurde die Band 2017 von Simon Schmidt (Gitarre, Klavier, Gesang) und Tanja Bindl (Gesang). Im Lauf der Zeit kamen weitere Musiker dazu –  Lukas Brenner (Schlagzeug), Manuel Wagner (Gitarre), Bastian Schindler (Zither) und Andreas Mayer (Bass). Stilistisch bewegen sich diese sechs in einem musikalischen Spagat zwischen kernigem Bluesrock und Stubnmusik, zwischen eingängigen Popsounds und ausgefeilten Arrangements der 70er Dekade. Das alles paaren sie mit derbem bayerischem Humor und einer unangepassten Bissigkeit und Direktheit, dabei trifft der Begriff „Mundart“ bei ihnen ins Leere, denn sie haben auch englische Texte im Programm. Die Songs sind alles Eigenkompositionen und der Einsatz Zither unterstreicht viele Songs auf außergewöhnliche und eingehende Art. Dazu werden in teilweise bissig-sarkastischer Art und Weise Themen des Lebens besungen, eben auf die Scherbenviertel-Art! Da gibt es Geschichten vom Hehnafresser, über exzessive Festivitäten und Gummifetischismus, total kaputte Persönlichkeiten, das Regensburger Donauufer, Schwulenhasser, Seniorenwohnheime, elendes Lumpengesindel, Grießnockerl mit Muskatnuss, den Herrn Sandner aus der Lessingstraße und die gemütliche Frau Wiegandt im alten Bauernhaus, das Scherbenviertel, Sprengstoffkurse, den nackten Domspatz im Schrank, die Angst vorm Altwerden, häusliche Gewalt, Pädophilie, Selbstjustiz, Zofen ohne Höschen, Fixer, die traute Zweisamkeit und vieles mehr! „Die bisweilen fast kaltschnäuzige Art des Gesangs lässt an österreichische Liedermacher zu ihren besten, unverschämten Zeiten denken“ schrieb mal ein Magazin über die Band. Bislang hat die Band zwei Alben veröffentlicht, das Debut „Die verdammte Realität“ und im Herbst 2018 dann den Nachfolger „Pfeilgrad“. Das dritte Album sollte Anfang 2021 erscheinen, doch covid-19 hat die Arbeiten gebremst, die im Studio des Bassisten Andreas Mayer stattfinden. Doch jetzt im Herbst 21 ist alles fertig, der dritte Longplayer mit dem Titel „Heimweg“ steht in den Startlöchern und wird am 11. September mit einem Konzert in der Alten Mälzerei vorgestellt. Und auch in den Songs der neuen Produktion besingen Scherbenviertel in gewohnt bissiger Manier das Leben, seine Umwege und die immer stetige Suche nach einem Zuhause. Auch thematisch hat das neue Album wieder einiges zu bieten. Egal ob Reinigungskräfte von Pornokinos, unerwünschte Schwangerschaften oder provinzielle Selbstjustiz besungen werden, die ewige Sehnsucht ist in nahezu allen Songs zu hören. „Scherbenviertel ist anders – ist neu, frisch und bis dato ein Novum an musikalischer Alterität und banaler Radikalität“ schrieb mal das Regensburger Magazin „filter“ über diese Band – dem kann man nur zustimmen.

Mehr Infos zur Band unter: http://scherbenviertel.de/

 

 

 

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