altemaelze

1:2

Cindy

Das fällt für mich nur in eine Kategorie: Lieder die die Welt nicht braucht.

Die vierköpfige Dream-Pop Band Cindy aus San Francisco präsentiert mit „1:2“ bereits ihr drittes Album. Die Band um Sängerin und Gitarristin Karina Gill besteht noch aus Jesse Jackson am Bass, Simon Phillips am Schlagzeug (nein nicht DER Simon Phillips) und Aaron Diko an den Keyboards. Karina Gil macht noch nicht sehr lange Musik. Ein paar eigens beigebrachte Riffs an der Gitarre und schon hat sie angefangen eigene Songs zu schreiben. An sich eine gute Sache, bestünde nicht jeder der zehn Songs auf diesem Album aus langweiligem Geschrammel an der Gitarre und gemurmelten Worten – Gesang kann man das leider nicht nennen. Manch einer mag ihren Style hypnotisch nennen – ich nenne es einfach nur langweilig. Alle Lieder klingen gleich und versinken in unaufgeregtem Geplänkel. Generell ist gegen Dream-Pop nichts auszusetzen, allerdings es eine Beleidigung an jeden ernst zu nehmenden Musiker, dass solch ein Stuss veröffentlicht wird. Über den Style kann man streiten, schließlich ist Kunst in jeglicher Form Geschmackssache, aber Cindy hören sich an wie ein paar Kids mit 14 Jahren, die ein Album aufnehmen durften. Die Songs haben keinen Wiedererkennungswert, keine Tiefe – nichts bleibt hängen. Die Stimme ist zu schwach, um den  Hörer mitzunehmen. Es gibt in San Francisco sicherlich jede Menge gute neue Musik, eine Band wie Cindy zu featuren ist ein Affront an Musiker, die wirklich Ausdruck haben. Mir ist bewusst, dass in jeder Produktion viel Herzblut steckt und es liegt mir fern die Arbeit die auch in diesem Album reingesteckt wurde zu schmälern. Nichtsdestotrotz ist „1:2“ einfach nur schlecht und kann für mich nur in eine Kategorie fallen: Lieder die die Welt nicht braucht. (ThoughLoveRecordings) FuD

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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