altemaelze

Wall of Skulls

Brainstorm

Und „live on stage“ kann man(n)/frau diese Songs garantiert auch bei der Show am 22. September im „Airport“ in Obertraubling erleben, sofern nicht wieder covid-19 dazwischen funkt und eine Konzertverschiebung auslöst.

Drei Jahre nach dem letzten Album „Midnight Ghost“ veröffentlicht die süddeutschen Brainstorm mit „Wall of Skulls“ ihr bereits 13. Studioalbum. Extrem fett produziert von Orden Ogan-Sänger Seeb Levermann (der auch gleich beim Judas Priest-artigen „Turn off the Light“ seine Stimmbandfähigkeiten im Duett mit Andy B. Franck unter Beweis stellt) macht das Album keine Gefangenen. Geboten wird hier klasse Power Metal als Mischung von Judas Prieist, Primal Fear oder auch Sanctuary/Nevermore. Das Aushängeschild ist natürlich Andy B. Franck, der mit seiner Stimme alles singen kann. Aber auch der Rest der Combo weiß zu überzeugen, auch wenn mir die Gitarrensoli bei den ersten fünf Songs („Chamber Thirteeen ist allerdings eh nur ein Intro) etwas zu simpel ausfallen und man hier mehr auf Riffs wert legt. Das ist schade, kämen doch die Double Bassdrum Stampfer „Where Ravens fly“ sowie „Escape the Slience“ (erinnert an Rage, was auch am Duett mit Peavy Wagner liegt) noch besser zur Geltung. Aber ab Track Nummer #6, dem balladesk angehauchten, grandiosen „Glory Disappears“,  wendet sich das Blatt und die beiden Gitarristen ziehen solitechnisch, nicht nur bei diesem Song, dann mal so richtig vom Leder. Die drei nachfolgenden Tracks könnten ob ihrer musikalischen Ausrichtung auch locker auf einem Nevermore Album enthalten sein, wobei „End of my Innocence“ etwas gemäßigter zu Werke geht, damit das Gaspedal nicht permanent durchgedrückt wird und die Ohren etwas Ruhe bekommen. Mit „Holding on“ gibt es eine Halbballade, „I, DIsappear“ schlägt wieder eine Brücke zu Judas Priest und würde auch „Painkiller“ eine Topfigur machen und der Rausschmeißer „Cold Embrace“, der nicht auf der Standard-CD enthalten ist, würde auch Metal Church gut zu Gesicht stehen. Fazit: Aktuell starke fünfeinhalb Pommesgabeln für ein rundum gelungenes 50 minütiges Power Metal Album, das auch internationalen Ansprüchen genügt und somit ein klarer Kauftipp ist. Der Fan greift hier dann eh zur DigiPak/BluRay-Version mit einem Livekonzert. Meine persönlichen Anspieltipps: „Solitude“ mit seinem zweistimmigen, getragenen Refrain, „Glory Disappears“ und „End of my Innocence“. Und „live on stage“ kann man(n)/frau diese Songs garantiert auch bei der Show am 22. September im „Airport“ in Obertraubling erleben, sofern nicht wieder covid-19 dazwischen funkt und eine Konzertverschiebung auslöst. (AFM) HJH

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