altemaelze

Heimweg

Scherbenviertel

In “Heimweg” besingen Scherbenviertel knapp eine Stunde lang auf 15 Songs in gewohnt bissiger Manier das Leben, seine Umwege und die immer stetige Suche nach einem Zuhause.

Seit Anfang 2017 gibt es diese Combo. Gegründet von Simon Schmidt zusammen mit Tanja Bindl, hat sich inzwischen daraus eine sechsköpfige Formation entwickelt, die jetzt im Herbst mit „Heimweg“ das dritte Studioalbum vorlegt.  Aufgenommen und gemischt wurde das Material im Vineyard Recording-Studio von Bassist Andreas Mayer, gemastert bei Andreas Wenisch im „Room4“-Studio. In “Heimweg” besingen Scherbenviertel knapp eine Stunde lang auf 15 Songs in gewohnt bissiger Manier das Leben, seine Umwege und die immer stetige Suche nach einem Zuhause. Ihr musikalisches Zuhause, so scheint es, hat das Sextett nach einigen Umbesetzung nach dem zweiten Album “Pfeilgrad” gefunden. Diese Wechsel haben dem Mundart-Pop-Sound allerdings nicht geschadet. Eher im Gegenteil, die Zither von Basti Schindler kommt gut rüber. “Heimweg” bedient sich in typischer Scherbenviertel-Manier vielfältiger Genres und bleibt doch ein homogenes Gesamtwerk. Auch thematisch hat “Heimweg” einiges zu bieten. Sie nehmen wieder kein Blatt vor dem Mund: Egal ob Reinigungskräfte von Pornokinos, unerwünschte Schwangerschaften oder provinzielle Selbstjustiz besungen werden, die ewige Sehnsucht ist in nahezu allen Songs zu hören. Einen guten Eindruck macht da das vorab ausgekoppelte „Fritzl“ mit seiner düster-melancholischen Stimmung, ein Song der sich auf einen österreichischen Straftäter bezieht. (Scherbenrecords) P.Ro

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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